Sonntag , 4. Dezember 2022
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Dreharbeiten vor dem Leuphana-Zentralgebäude
Das Team der Dreharbeiten zu einem ARD-Thriller vor dem Leuphana-Zentralgebäude. (Foto: ARD)

Die Leuphana als Filmstar

Das markante Gebäude von Daniel Libeskind wird inzwischen nicht nur von Touristen, sondern auch von Filmschaffenden aufgesucht. Anfang Dezember liefen vor dem Zentralgebäude Dreharbeiten für einen ARD-Thriller – streng unter Corona-Bedingungen.

Lüneburg. Am Mittwoch, den 9. Dezember, kam es vor dem Zentralgebäude der Leuphana zu einer Schießerei. Einige Kameras nahmen das Geschehen auf. Glücklicherweise leuchteten Scheinwerfer die Szenerie aus. Weil aber manche Szenen wiederholt wurden, dürfte zufälligen Passanten allerdings schnell klar geworden sein, dass sie nicht Zeugen eines Verbrechens wurden, sondern von Filmarbeiten. Gedreht wurde ein Thriller für das ARD-Abendprogramm, teilte Produktionsleiter Bernd Fehr auf Anfrage mit, Arbeitstitel: "Der Beschützer". "Wegen der Corona-Bestimmungen durfte aber weder Presse noch anderes Publikum dabei sein." Nur Dank eines ausgeklügelten Hygiene- und Kontaktplans hätten die Dreharbeiten überhaupt stattfinden können, die am vergangenen Montag in Hamburg-Altona mit dem letzten Take endeten. "Nicht mal ich als Produzent durfte zu den Dreharbeiten", sagt Fehr.

In den Hauptrollen sind Tobias Oertel als Personenschützer Jan Schäfer und Marlene Tanczik als undurchsichtige Kronzeugin Fiona Weibel zu sehen. Komplettiert wird das Ensemble unter anderem mit Slavko Popadic, Sabrina Amali und Sascha Weingarten. Das Drehbuch stammt aus der Feder von Michael Ehnert und Oke Stielow. Hinter der Kamera stand Frank Küpper.

Spielt die Zeugin ein doppeltes Spiel?

Die Story: Jan Schäfer ist Personenschützer beim BKA. Fiona – die Kronzeugin, die aktuell unter Schäfers Schutz steht – muss vor dem Internationalen Seegerichtshof in Hamburg aussagen. Besonders heikel: Fiona arbeitet in der Geschäftsführung einer Schweizer Reederei und soll mit Insiderwissen ihren eigenen Arbeitgeber schwer belasten. Der Reederei wird vorgeworfen, illegal giftige Substanzen, getarnt als Düngemittel, nach Syrien zu transportieren, wo sie zur Gewinnung von Giftgas eingesetzt werden.

Damit Fiona bis zum Prozess sicher ist, nehmen Schäfer und sein Kollege Marco sie in ihre Obhut. Doch schon als sie die Zeugin am Flughafen empfangen, wird ihnen klar, dass sie verfolgt werden. Durch ein geschicktes Ablenkungsmanöver gelingt es ihnen, den Verfolgern zu entkommen. Aber reicht das aus, um Fiona in Sicherheit zu bringen? Immer wieder droht das Trio entdeckt zu werden und die Operation aufzufliegen. Spielt die Zeugin ein doppeltes Spiel? Oder gibt es gar ein Leck in den Reihen der eigenen Kollegen?

Von Joachim Zießler