Donnerstag , 23. September 2021
Gerhard Druckenbrodt
Gerhard Druckenbrodt ist überraschend im Alter von 78 Jahren gestorben. (Foto: ki)

Ein Vereinsmensch von Herzen

Scharnebeck. Seine Vorliebe als Allroundtalent in Sachen Musik machte ihn über die Samtgemeinde Scharnebeck hinaus bekannt. Nunmehr ist Gerhard Druckenbrodt im Alter von 78 Jahren völlig überraschend gestorben. Geboren und aufgewachsen ist er in Helmstedt. Nach dem Abitur studierte er in Braunschweig und Hannover Geodäsie und kam nach der Referendarzeit in Oldenburg 1972 nach Lüneburg an das Amt für Agrarstruktur, blieb Dezernatsleiter bis zu seiner Pensionierung und zog mit der Familie nach Scharnebeck, wo er sogleich Kontakt mit den Altscharnebeckern fand.

Druckenbrodt, dieser Name ist fest verwurzelt mit der Musikszene. So schloss sich Druckenbrodt als passionierter Jäger den Lüneburger Jagdhornbläsen an und leitete diese 15 Jahre. Unvergesslich sind die Huberturmesse und viele andere im Bardowicker Dom. Zudem gehörte der Scharnebecker dem Artlenburger Feuerwehrmusikzug an.

1991 wurde er Schützenkönig

Er brachte sich in viele Vereine verantwortlich ein. Druckenbrodt war Mitglied im Schützenverein, leitete 21 Jahre lang den Festausschuss zusammen mit dem Präsidenten Jürgen Reimer und gab viele Impulse zur Modernisierung. Zudem war er Pressewart und Herausgeber der Festzeitschrift. 1991 wurde er Schützenkönig. Darüber hinaus wurde er in diesem Jahr in den Samtgemeinderat gewählt, dem er bis 1996 angehörte.

Auch zählte Druckenbrodt im Jahr 2000 zu den Gründungsmitgliedern der Partnerschaft mit der polnischen Gemeinde Miescisco und war zehn Jahre lang Vorsitzender des Partnerschaftsausschusses, organisierte viele Besucherfahrten und band auch den Schützenverein mit ein, sodass sich aus den Begegnungen Freundschaften entwickelten. Seine Kochkünste hat er auf 250 Seiten mit Bildern und Familien­anekdoten in einem Kochbuch für seinen Enkel Till zu dessen Konfirmation zusammengefasst.

Die Trauerfeier findet im privaten Rahmen statt. Eingehende Spenden gehen an den Musikzug Artlenburg. ki