Mittwoch , 28. September 2022
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Lüneburg-Vertrag
Für eine faire Lastenverteilung zwischen Stadt und Kreis: Oberbürgermeister Ulrich Mädge (l.) und Landrat Jens Böther (r.) unterzeichneten am Freitag den Finanzvertrag in der Lüneburger Kreisverwaltung. Als wichtige Verhandlungspartner begleiteten Erste Stadträtin Gabriele Lukoschek (l. hinten) und Björn Mennrich (r. hinten), Leiter des Finanzmanagements beim Landkreis, den Termin. (Foto: t&w)

Lüneburg-Vertrag gilt nun zehn Jahre

Lüneburg. Die Finanzierung von gemeinsamen Aufgaben und zukunftsrelevanten Themen auf lange Sicht haben jetzt Landrat Jens Böther, Oberbürgermeister Ulrich Mädge und ihre Finanzverantwortlichen, Gabriele Lukoschek (Stadt) und Björn Mennrich (Kreis), besiegelt: den sogenannten Lüneburg-Vertrag für die Jahre bis Ende 2029.

Böther sagt: „Der Vertrag steht für eine faire Lastenverteilung zwischen Stadt und Landkreis bei unseren großen Aufgaben wie Bildung, Sozialhilfe und Jugendhilfe. Gleichzeitig greift die Vereinbarung Zukunftsthemen auf, die wichtig für die Entwicklung der Region sind.“

Finanzierung der gemeinsam genutzten Musikschule

Für Mädge ist es der vierte und letzte Finanzvertrag, den er verhandelt hat. „Auch mit Blick darauf bin ich dankbar, dass wir erstmals eine finanzielle Zusammenarbeit für unser Krankenhaus vereinbart haben. Wann, wenn nicht jetzt in Zeiten dieser Pandemie, ist deutlich wie nie, welches Pfund eigene kommunale Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen darstellen.“

So ist festgehalten, dass sich Stadt und Kreis in den nächsten Jahren mit je bis zu 20 Millionen Euro an Investitionen in die Krankenhäuser beteiligen, ebenso sind die Mobilitätszentrale und der weitere Ausbau des Bahnhofs als gemeinsam zu schulternde Themen aufgenommen. Der Lüneburg-Vertrag, der seinen Ursprung in der Eingemeindung der ehemals kreisfreien Stadt Lüneburg in den Landkreis im Jahr 1974 hat, regelt auch zum Beispiel die Finanzierung der gemeinsam genutzten Musikschule. lz