Dienstag , 6. Dezember 2022
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Seniorenzentrum Ker-Vita
Für den Anbau an das Seniorenzentrum Ker-Vita muss der Parkplatz (li.) auf die andere Seite des Eschenwegs verlegt werden. (Foto: uk)

Mehr Platz für Pflegebedürftige

Das Seniorenzentrum Ker-Vita in Reppenstedt plant schon seit einiger Zeit die Erweiterung durch einen Anbau, um mehr Platz zu gewinnen. Dafür ist allerdings eine Änderung des Bebauungsplans notwendig. Mit dem Satzungsbeschluss durch den Gemeinderat hat das Vorhaben jetzt die letzte Hürde genommen.

Reppenstedt. Die Nachfrage nach Plätzen in Pflegeeinrichtungen in Stadt und Landkreis ist groß. Deshalb plant das Reppenstedter Seniorenzentrum Ker-Vita schon seit einiger Zeit die Erweiterung durch einen Anbau, um mehr Platz sowohl für die Tagespflege als auch für die stationäre Pflege zu gewinnen. Parallel soll das bestehende Gebäude mit derzeit 81 Pflegeplätzen umgebaut werden. Für den Anbau ist allerdings eine Änderung des Bebauungsplans notwendig. Mit dem Satzungsbeschluss durch den Gemeinderat hat das Vorhaben jetzt die letzte Hürde genommen: Der Rat sprach sich während seiner jüngsten Sitzung einstimmig für die erste Änderung des Bebauungsplans Nr. 34 Ortsmitte IV aus.

Der dreigeschossige Anbau soll auf dem jetzigen Parkplatz des Seniorenzentrums errichtet werden. Um künftig die erforderlichen 20 Stellplätze vorhalten zu können, wird auf dem gegenüberliegenden Grundstück am Eschenweg ein neuer Parkplatz eingerichtet. Die vorhandenen, teils sehr alten Bäume müssen dabei erhalten bleiben. Wegen der unmittelbaren Nähe zur viel befahrenen Landesstraße 216 wurde ein schalltechnisches Gutachten erstellt und entsprechende Festsetzungen zum Lärmschutz in den B-Plan aufgenommen. Außerdem ist eine separate Feuerwehrzufahrt von der L216 auf das Gelände geplant. Zum Schutz der Nachtruhe der Nachbarn am Eschenweg und Weidenweg verpflichtet sich der Betreiber in einem städtebaulichen Vertrag, zwischen 22 und 6 Uhr keinen Park- und Anlieferverkehr zuzulassen. Eine Grünordnung und eine Pflanzliste für Einfriedungen regeln die Bepflanzung des Grundstücks.

„Der Schutz der Bäume muss kontrolliert werden“

Der Rat begrüßte das Bauvorhaben. „Wichtig ist, dass alle Festsetzungen vom Bauherrn auch so eingehalten werden“, betonte Hinrich Bonin (SPD). Jürgen Hesse (SOLI) pflichtete dem bei: „Der Schutz der Bäume muss kontrolliert werden.“ Schließlich seien auf dem nördlich des Seniorenzentrums gelegenen Grundstück schon „Bäume auf wundersame Weise verschwunden“. Dem widersprach die stellvertretende Gemeindedirektorin Sabrina Harms: Ein Baumgutachten habe die Krankheit dieser Bäume bestätigt. Auf Kosten des Grundeigentümers seien an anderer Stelle entsprechende Ersatzpflanzungen vorgenommen worden.

Gemeindedirektor Steffen Gärtner teilte mit, dass der Landkreis Lüneburg den Widerspruch der Gemeinde zu der Probebohrung für einen weiteren Brunnen des Coca-Cola-Konzerns bei Gut Brockwinkel abgelehnt habe. Auf Anraten ihres Anwalts wolle die Gemeinde keine weiteren rechtlichen Schritte einleiten, sagte Gärtner: „Wir nehmen davon Abstand, weil das nicht aussichtsreich wäre.“

Einen Wechsel im Rat gibt es auf Seiten der Sozial-ökologischen Liste (SOLI): Für Petra Lang rückt Dieter Waltje neu in den Gemeinderat nach. uk