Freitag , 2. Dezember 2022
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Straße im Sande in Bardowick
Das Land fördert unter anderem den Ausbau der Straße im Sande in Bardowick. (Foto: be)

Geld aus Hannover für den Straßenausbau

Das Land Niedersachsen fördert im kommenden Jahr 79 neue Bauvorhaben in Kommunen. Neun Projekte in Stadt und Landkreis profitieren von der finanziellen Unterstützung aus Hannover. Geld geht nach Alt Garge, Bardowick, Betzendorf, Bleckede, Embsen, Handorf und Lüneburg.

Lüneburg. Das Beste kommt bekanntlich zum Schluss. So hat das Land Niedersachsen zum Jahresende das Füllhorn für Straßenbauprojekte ausgeschüttet. Niedersachsens Verkehrsminister Bernd Althusmann (CDU) sagt, dass im kommenden Jahr 75 Millionen Euro im Landeshaushalt bereitstehen, mit denen kommunale Straßen- und Radwegvorhaben mit bis zu 75 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten gefördert werden: 79 neue Bauvorhaben unterstützt das Land finanziell aus dem Niedersächsischen Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (NGFVG), neun davon im Landkreis Lüneburg.

Geld aus Hannover fließt in Ausbauten nach Alt Garge für die Ortsdurchfahrt, nach Bardowick für die Straße Im Sande, nach Handorf für die Bäckerstraße und nach Bleckede. Die Stadt an der Elbe plant, die Bahnhofstraße auszubauen und zu erweitern.

Mittel stellt das Land zudem für mehr Sicherheit an Bahnübergängen im Landkreis zur Verfügung: Auf der Hude und an der Elso-Klöver-Straße in Lüneburg, am Schafstall in Betzendorf, an der Heinser Straße in Embsen und am Töpferdamm in Bleckede.

Stärkung der Radwegeinfrastruktur

Wie hoch die Fördersummen letztlich für jedes Einzelprojekt sein werden, das steht noch nicht fest. Das hängt von den weiteren Planungen in den Gemeinden ab. So rechnet etwa Heiner Luhmann (CDU), Gemeindedirektor des Fleckens Bardowick, damit, dass das Vorhaben Im Sande eine 60-prozentige Förderung erhalten werde. Die Gesamtkosten für den Ausbau kalkuliere die Kommune aber erst, wenn sie im Laufe der kommenden Wochen ihren Etat für 2021 aufstellt, sagt er.

Der Ausbau der Kreisstraße 8 zwischen Lübeln und Metzingen im Landkreis Lüchow-Dannenberg werde eines der größten Einzelprojekte sein, berichtet der Landtagsabgeordnete Uwe Dorendorf (CDU). Die Gesamtinvestition betrage mehr als 7,5 Millionen Euro, heißt es in einer Pressemitteilung des Abgeordneten. Im Nachbarkreis Uelzen fördert Hannover unter anderem den Ausbau der Kreisstraße 39 von Vorwerk bis Eddelstorf sowie der Kreisstraße 8 zwischen Hansen und Klein Süstedt.

Das Verkehrsministerium berichtet, dass der Neu- und Ausbau sowie die Erneuerung von Radwegen immer größere Bedeutung bekomme. Mit den Landeszuschüssen aus dem NGFVG könnten nunmehr viele Wünsche aus den Regionen nach Stärkung der Radwegeinfrastruktur nachhaltig unterstützt werden. Im kommenden Jahr seien dies 17 Radwegprojekte.

Von Stefan Bohlmann

Hintergrund

Verkehrsgerechter Ausbau

Das Niedersächsische Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz ermöglicht die finanzielle Unterstützung kommunaler Bauvorhaben, die den Neubau oder den verkehrsgerechten Ausbau von verkehrswichtigen Straßen einschließlich Ortsdurchfahrten und Brücken und die kommunalen Radwege betreffen. Beim verkehrsgerechten Ausbau vorhandener Straßen steht vor allem die Verkehrssicherheit für Fußgängerinnen und Fußgänger sowie Radfahrerinnen und Radfahrer im Fokus.

Darüber hinaus können auch sonstige investive Vorhaben zur Förderung des Radverkehrs bezuschusst werden - ebenso Ampelanlagen, Kreisverkehrsplätze, Maßnahmen zur Beseitigung von Unfallschwerpunkten, zur Schulwegsicherung und zur Verkehrssteuerung sowie Nebenanlagen und die technische Sicherung von Bahnübergängen.