Mittwoch , 28. September 2022
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Landrat Jens Böther blickt für die LZ in die Zukunft: Was wird 2021 wichtig? Foto: t&w

Was wird 2021 wichtig? Der Landrat blickt in die Zukunft

Was wird in diesem Jahr wichtig? Landrat Jens Böther blickt für die LZ in die Zukunft. Corona-Impfungen, Schulen, die Elbbrücke und die Endlager-Frage: All das wird den Landkreis Lüneburg in diesem Jahr beschäftigen.

Lüneburg. Corona wird auch 2021 eine der größten Herausforderungen für den Landkreis Lüneburg und weltweit bleiben. Ganz wichtig wird sein, dass sich möglichst viele Menschen impfen lassen. Das Impfzentrum ist startklar, der Aufbau steht. Wir warten auf den Impfstoff. Im Januar können die ersten Impfungen mit den mobilen Teams vor Ort in den Alten- und Pflegeheimen beginnen.

Der größte Wunsch für das Jahr 2021 ist sicherlich die schrittweise Rückkehr zur Normalität. Das gilt nicht nur für den Handel und die Wirtschaft, sondern auch für Schulen, Kitas und den Kulturbereich. Auch wir in der Verwaltung wünschen uns eine Rückkehr in den Regelbetrieb und ein Ende des Krisenmodus. Dazu kann und muss jeder Einzelne etwas beitragen – alle müssen die Regeln einhalten. Wenige persönliche Kontakte, die Alltagsmaske, regelmäßiges und gründliches Händewaschen, die Vorsicht im Alltag werden uns noch einige Zeit begleiten.

Arena bleibt die wichtigste Baustelle

Natürlich gibt es noch viele weitere Themen, die im nächsten Jahr auf der Agenda stehen: Unsere wichtigste Baustelle – die Arena Lüneburger Land – und auch die Planungen zur Elbbrücke sind zwei von vielen Projekten, die es gilt weiter voranzubringen. Unser Ziel ist, die Arena Lüneburger Land auf lange Sicht zum Erfolg zu führen. In der neuen Multifunktionshalle sollen bis zu 3500 Gäste Platz finden. Kleinere Veranstaltungen gehen natürlich auch. Die Arena macht die Region wirtschaftlich attraktiver. Sie hat das Potenzial, zu einem der Aushängeschilder des Landkreises zu werden. Und ich freue mich darauf, wenn der Bau im nächsten Jahr fertig wird und wir die Einweihung planen können.

Auch die Planungen zur Elbbrücke gilt es weiter voranzubringen. Der ernsthafte Willen des Landkreises, diese Brücke zu bauen, steht – und 2021 wird ein Arbeitsjahr dafür. Sowohl der Landkreis Lüneburg als auch das Land Niedersachsen stehen hinter der Elbbrücke zwischen Darchau und Neu Darchau. Für die Planungen werden aktuell weitere Untersuchungen vorbereitet. Die Datenerfassung für eine Umweltverträglichkeitsprüfung hat bereits begonnen, in Kürze sollen zusätzliche Gutachten in Auftrag gegeben werden – unter anderem zu Verkehr und Schallschutz.

Das meiste Geld fließt in Schulgebäude

Für das neue Jahr sind im Haushalt Investitionen in Höhe von 29,7 Millionen Euro eingeplant. Das meiste Geld fließt mit gut 17 Millionen Euro in die kreiseigenen Schulgebäude. Dazu gehören größere Maßnahmen an der BBS I und der Wiederaufbau der IGS Embsen. Dort hatte im Juli dieses Jahres ein Feuer große Teile des Gebäudekomplexes zerstört. Es entstand ein Schaden in Millionenhöhe. Bei den Plänen für den Wiederaufbau fließen auch neue Raumkonzepte mit ein. Daran wird 2021 mit Hochdruck gearbeitet.

Mehr Klimaschutz durch weniger Verkehr – auch diese Aufgabe steht 2021 auf der Agenda. Mit dem neuen Fachdienst Mobilität bekommt dieses Zukunftsthema einen noch höheren Stellenwert – hier sollen die Fäden zusammenlaufen. Zum einen soll die Umsetzung des aktuellen Nahverkehrsplans evaluiert werden. Bei der Evaluierung werden verschiedene Bereiche wie Taktfrequenz, Betriebszeiten und Fahrgastzahlen geprüft und bewertet. Es sollen Möglichkeiten aufgezeigt werden, wie der Verkehr im Landkreis weiter verbessert werden kann. Themen sind unter anderem die Qualität der Busse, neue klimaneutrale Antriebe, das Zusammenwirken mit dem Fahrradverkehr und alternative Angebote wie Carsharing. Auch die Weiterentwicklung des RufMobils ist ein wichtiger Punkt, ebenso ein Konzept für eine Elektrobus-Linie auf dem Innenstadtring in Lüneburg. Bei Mobilität und Verkehr geht es auch darum, Fahrradfahren attraktiv und sicher zu machen. Unser Radverkehrskonzept startet 2021 in die konkrete Umsetzung. In enger Zusammenarbeit mit den Gemeinden sollen die Bagger rollen und das Radwegenetz ausgebaut werden.

Wassermanagmentkonzept wird mit Partnern erstellt

Wie viel Grundwasser haben wir? Und wie viel können wir davon in Zukunft verbrauchen? Der Landkreis Lüneburg erstellt 2021 gemeinsam mit Partnern ein Wassermanagementkonzept. Auf dieser Grundlage kann die aktuelle Situation genau bewertet und Entscheidungen für die Zukunft getroffen werden.

Auch die Suche nach einem Atommüll-Endlager wird die Kreisverwaltung weiter beschäftigen. Um die bundesweite Suche nach einem Endlagerstandort für Atommüll auf lokaler Ebene zu begleiten, hat der Landkreis den „Begleitausschuss zur Endlagersuche“ eingerichtet. Er befasst sich intensiv mit dem schrittweisen Auswahlverfahren, wird die Bürgerinnen und Bürger informieren und schafft für sie Möglichkeiten zur Beteiligung.

Ich wünsche allen Menschen im Landkreis Lüneburg einen guten Start ins Jahr 2021 – bleiben Sie alle gesund!