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Zum Schutz der symbolisch gepflanzten Linde schlägt Stadtförster Per-Ole Wittenburg einen Pfahl in den Boden, an dem ein Maschendraht als Verbiss-Schutz für den jungen Baum befestigt wird. (Foto: t&w)
Zum Schutz der symbolisch gepflanzten Linde schlägt Stadtförster Per-Ole Wittenburg einen Pfahl in den Boden, an dem ein Maschendraht als Verbiss-Schutz für den jungen Baum befestigt wird. (Foto: t&w)

Startschuss für „LZ-Jubiläumswald“ (mit Video)

Lüneburg. Anlässlich des 75-jährigen Bestehens der Landeszeitung ist am Sonntag in einem Waldstück zwischen Rettmer und Embsen der Grundstock geplanzt worden für den LZ-Jubiläumswald. Insgesamt spendet das Medienhaus Lüneburg um ihre Geschäftsführer Wolf-Christian Bergmann, Jens Wiesemann und Christian von Stern 750 Bäume. Wegen der Corona-Pandemie und des frostigen Wetters wurden im kleinen Kreis zunächst nur symbolisch zwei Linden gepflanzt. „Wenn die Corona-Lage es wieder zulässt, werden wir mit den LZ-Mitarbeitern die restlichen Setzlinge in die Erde bringen. Das werden dann Eichen sein“, sagt Heidrun Lüneburg, Assistentin der Geschäftsleitung.

Das Ziel der Pflanzaktion erläutert Lüneburgs Stadtförster Per-Ole Wittenburg: „Dort, wo der LZ-Jubiläumswald wachsen soll, stehen jetzt nur noch wenige Fichten, die durch das Klima erhebliche Vorschäden haben.“ Stürme und auch der Borkenkäfer haben den Bäumen zugesetzt. „An ihrer Stelle soll ein klimastabiler Wald entstehen, der Lückenschluss zum alten Eichenbestand im Umfeld gelingen“, sagt der Stadtförster.

Und auch der nächste LZ-Blätterwald ist in Planung. Seit 2007 pflanzt die Landeszeitung gemeinsam mit ihren Lesern im gesamten Landkreis Lüneburg Bäume für eine bessere Grundwasserneubildung und mehr Artenvielfalt. Mehr als 90.000 Bäume haben rund 3400 LZ-Baumpaten an 14 Standorten bereits in die Erde gebracht – zuletzt im November 2019 in Mechtersen. Verlässlicher Partner der LZ war von Beginn an der Verein Trinkwasserwald um seinen Vorsitzenden Heiner Rupsch. Auch er war am Sonntag bei der symbolischen Pflanzaktion dabei. „Bäume sind ein Symbol der Langfristigkeit und der Nachhaltigkeit. Für uns ist es eine große Ehre, die LZ zum Auftakt ihres Jubiläums begleiten und gemeinsam mit ihr das Pflanzfest für den nächsten Blätterwald vorbereiten zu dürfen.“

Linde - Symbolbaum der Liebe und Nachhaltigkeit

Geplant ist die Aktion Anfang November dieses Jahres, wenn die coronabedingten Beschränkungen es zulassen. „Nach fast zwei Jahren Abstinenz wird es dann höchste Zeit, dass wir weiter Setzlingen pflanzen und unserer Region etwas Gutes tun können“, sagt Rupsch.

Dass als Startschuss für den LZ-Jubiläumswald zwei Linden gewählt worden sind, ist für Rupsch nur konsequent. „Die Linde ist ein Symbolbaum der Liebe und steht auch für Nachhaltigkeit. Beides ist es, was wir der Natur im Raum Lüneburg zukommen lassen wollen.“ Für Stadtförster Wittenburg gibt es jedoch auch pragmatische Gründe: „Eichen und Linden werden oft im Verbund gepflanzt, da die Linde der Entwicklung der Eiche dient, zudem ein äußerst widerstandsfähiger Baum ist.“

In ihrem Jubiläumsjahr hält die LZ noch viele weitere Überraschungen für ihre Leser bereit. Unter anderem erhält jede Abonnentin und jeder Abonnent, die oder der in diesem Jahr auch 75 Jahre alt wird, eine Torte zum Geburtstag. Weitere Informationen dazu gibt es hier.

Von Malte Lühr