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Dieter Radau starb im Alter von 87 Jahren. (Foto: t&w)

Trauer um engagierten Dieter Radau

Deutsch Evern. Dieter Radau, der letzte ehrenamtliche Bürgermeister der Samtgemeinde Ilmenau, ist tot: Der Deutsch Everner verstarb vor wenigen Tagen im Alter von 87 Jahren. Seine Wahl zum Samtgemeindeoberhaupt 1994 war eine kleine Sensation, denn der CDU-Politiker erhielt zwei Stimmen mehr, als das eigene Lager von CDU/UWI an Sitzen aufzuweisen hatte.

Woher die Zusatzstimmen für den Christdemokraten kamen, war damals trotz geheimer Abstimmung kein Geheimnis: Unterstützung fand Radau bei den Grünen: „Für uns war das eine Persönlichkeitswahl“, begründeten die Grünen damals ihre Entscheidung für den Juristen. Das ist insofern erstaunlich, da dem ehemaligen Richter am Landgericht lange der Ruf als CDU-Rechtsaußen – zumindest in seiner Zeit als Ratsherr im Lüneburger Stadtrat – voraus eilte.

Kein Mann der lauten Worte

Aber Radau war kein Mann der lauten Worte. Stets korrekt gekleidet mit Anzug und Krawatte leitete er die Sitzungen ruhig und souverän. Dabei kam Radau nicht nur seine juristische Ausbildung, sondern auch seine langjährigen kommunalpolitischen Erfahrungen zugute. Denn neben sein Engagement im Stadtrat und im Samtgemeinderat war Radau auch lange Jahre Mitglied des Kreistages. Dafür wurde er mit dem Eintrag in das Ehrenbuch des Landkreises geehrt.

2002 erhielt Dr. Radau für sein Engagement das Verdienstkreuz am Bande – unter anderem für sein langjähriges Wirken im Bundesverband der Pommerschen Landsmannschaft und im Vorstand der Stiftung Nordostdeutsches Kulturwerk. lz

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