Samstag , 3. Dezember 2022
Anzeige
Die B209 wird zwischen Drögennindorf und Oerzen zum Nadelöhr. (Foto: be)

Staus drohen auf zwei Bundesstraßen

Der Fahrplan für Sanierungsarbeiten an den Bundesstraßen in der Region steht fest. Der Geschäftsbereich Lüneburg der niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr geht zwei große Projekte in diesem Jahr an: die Sanierung der B 209 zwischen Oerzen und Drögennindorf sowie der B 404 zwischen Eichholz und Rönne. Es wird jeweils mehrere Monate gebaut.

Lüneburg. Zwei Nadelöhre drohen Autofahrern in diesem Jahr in der Region. Auf der Bundesstraße 209 zwischen Oerzen und Drögennindorf stehen umfangreiche Sanierungsarbeiten ab Mitte April an. Auf der Bundesstraße 404 zwischen Eichholz und Rönne ab Mitte Juni. Zum Teil sind Vollsperrungen im Bereich beider Streckenabschnitte während der jeweils mehrere Wochen dauernden Baumaßnahmen nötig. Das berichtet Dirk Möller, Leiter des Geschäftsbereichs Lüneburg der niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. Regionale Umleitungen richtet die Straßenbaubehörde ein und teilt sie kurz vor Baubeginn mit.

B 209: Sanierung ab Mitte April

Nach derzeitigem Planungsstand beginnt die Sanierung der B 209 Mitte April und dauert voraussichtlich bis Anfang September. „Die vielbefahrene Straße ist marode. Wir erneuern daher die obere Asphaltschicht“, sagt Möller. Die Arbeiten an dem 5,3 Kilometer langen Abschnitt fangen hinter Oerzen an und und enden Höhe der neuen Rettungswache in Drögennindorf. Schon jetzt weist Möller darauf hin, dass Autofahrer mit erhöhten Verkehrsbehinderungen rechnen müssen. „Die Vollsperrung der Bundesstraße ist im Bereich der Baustelle nicht durchgehend, wir richten diese abschnittsweise ein.“ Die Erreichbarkeit der Anlieger sei jederzeit gewährleistet. Ausnahme: „Wenn wir neuen Asphalt aufbringen. Dann kann es stundenweise zu Einschränkungen kommen.“

Auf der Bundesstraße 209 stehen ab dem Sommer darüber hinaus weitere Arbeiten an. Die Landesbehörde errichtet neue Schutzplanken zwischen Amelinghausen und Drögennindorf. „Dies geschieht im Rahmen eines mehrjährigen Nachrüstungsprogramm, um für mehr SicherheitStraßen zu sorgen“, erklärt Möller.

B 404: Sanierung ab Mitte Juni

So setzen Arbeiter die Planken an solche Stellen, an denen Bäume direkt an der Fahrbahn stehen. Diese Nachrüstung ist ebenfalls für die Bundesstraße 216 zwischen Dahlenburg und Metzingen im Kreis Lüchow-Dannenberg geplant. Start ist jeweils im dritten Quartal.

An der Elbe setzt die Landesbehörde die im vergangenen Jahr begonnene Sanierung der Fahrbahn im Verlauf der B 404 fort. Zwischen der Abfahrt der A 39 bei Handorf bis Eichholz in der Samtgemeinde Elbmarsch ist die Straße bereits ausgebessert. Nun geht es weiter nordwärts die Elbe zu.

Provisorium wird zur dauerhaften Einrichtung

„Der Bauabschnitt erstreckt sich von Eichholz bis zu den Auf- und Abfahrten in Rönne“, erläutert Möller. Länge: 3,7 Kilometer, Dauer: Mitte Juni bis Anfang September. Die in Rönne seit geraumer Zeit provisorische Verkehrsführung, gelbe Linien auf dem Asphalt kennzeichnen diese, wird zu einer dauerhaften Einrichtung und dementsprechend baulich in die Auf- und Abfahrten zur Bundesstraße eingefügt. Gebaut wird dort voraussichtlich in den Sommerferien.

Dirk Möller blickt dem Projekt B 404 recht optimistisch entgegen. „Die Erfahrungen aus dem ersten Abschnitt zeigen, dass die Umleitungen in der Region gut funktionieren.“ Zudem seien zahlreiche Autofahrer über die Autobahnen 39 und 1 ausgewichen bei ihrer Fahrt nach Hamburg. Auch dieses Mal lassen sich wohl Staus in Fahrtrichtung Hansestadt nicht vermeiden. Zeitweilige Vollsperrungen sind eingeplant für die Arbeiten.

Brücken im kommenden Jahr

Weil die Baustelle der B 404 auch die Länder und Schleswig-Holstein und Hamburg tangiert, sei sie eingebunden in die Verkehrskoordination in Hamburg. Ziel ist es, verschiedene Projekte in der Region aufeinander abzustimmen und so nach Möglichkeit Staus zu vermeiden.

Zudem sei der Lüneburger Geschäftsbereich in Gesprächen mit den Kollegen in Schleswig-Holstein, berichtet Möller. In diesen geht es schon um 2022, wenn die arg in die Jahre gekommenen Brücken über das Geesthachter Stauwehr und das Elbvorlandniedersächsischer Seite saniert werden sollen. „Wir planen, wie wir das in die Tat umsetzen können.“

Kurz hinter der Kreisgrenze Uelzen steht von Anfang Juli bis Ende August die Reparatur der Landesstraße 233 Oetzfelde-Bardenhagen an. Auch auf dieser 6,3 Kilometer langen Strecke geht es nicht ohne Vollsperrungen der Straße während der Bauphase.

Von Stefan Bohlmann

Kommentare

Sie wollen die Kommentare unter diesem Beitrag lesen und kommentieren?
Dann werden Sie LZ+-Abonnent. Informationen zum Digital-Abo der LZ finden Sie hier.