Samstag , 3. Dezember 2022
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Rallye Schulverein Reppenstedt
Auch sie haben an einem Kalender mitgewirkt, der an soziale Einrichtungen gehen soll: Edda (Jahre) und Isabel (9 Jahre, v.l.), dahinter Hanna (8) und Gale (9). Im Hintergrund Svend Kramer und Hartmut Lenz. (Foto: t&w)

Rauskommen aus der Eintönigkeit

Sie waren draußen unterwegs, hatten großen Spaß, und zum Abschluss gab es sogar noch eine Preisverleihung: Bei einer Rallye, die der Schulverein in Reppenstedt organisiert hatte, haben die Mädchen und Jungen nicht nur Neues über ihren Heimatort gelernt. Die Aktion half außerdem "den Kindern, einmal wegzukommen aus der Eintönigkeit, unter der viele im Moment zu leiden haben“, berichtet Grundschulleiter Hartmut Lenz.

Reppenstedt Was war die Landwehr früher einmal? Welcher Baum wächst vor dem Jugendzentrum? Was findet man auf der rechten Hälfte des Gellerser Wappens? Gar nicht so einfach sind die Fragen zu beantworten, mit denen sich Reppenstedter Grundschüler beschäftigt haben. Bei einer Rallye, die der Schulverein organisiert hatte, haben die Mädchen und Jungen nicht nur Neues über ihren Heimatort gelernt.

„Alle Jahrgänge haben daran teilgenommen. Alle waren draußen unterwegs, hatten großen Spaß, und zum Abschluss gab es sogar noch eine Preisverleihung“, berichtet Schulleiter Hartmut Lenz und fügt an: „Wir sind sehr dankbar, dass der Schulverein uns mit so vielen tollen Ideen unterstützt. Das hilft den Kindern, einmal wegzukommen aus der Eintönigkeit, unter der viele im Moment zu leiden haben.“

Kreative Eltern, die gute Ideen beisteuern

Der Reppenstedter Schulverein ist ein Mutmacher im besten Sinne. Das war eigentlich schon immer so, denn der Verein aus ehemaligen und aktuellen Eltern der Grundschüler setzt sich seit vielen Jahren dafür ein, den Jungen und Mädchen neben dem Schulalltag besondere Erlebnisse zu ermöglichen. Kino für alle, ein Vorleseabend oder eine Theateraufführung zur Weihnachtszeit gehören zum Standardangebot – normalerweise.

„Das alles ging ja im letzten Jahr nicht,“ sagt Vorsitzender Svend Kramer, „also haben wir ganz neu überlegt. Zum Glück haben wir im Vorstand sehr kreative Eltern, die gute Ideen beisteuern.“

Anregung gegen den Bewegungsmangel

Eine davon war auch die Gestaltung eines Kalenders, der nun an soziale Einrichtungen, Alten- und Pflegeheime in Reppenstedt und Lüneburg gehen soll. Jede der zwölf Klassen hat ein eigenes Unikat mit kleinen Kunstwerken gestaltet. „Auf diese Weise haben sich die Kinder auch mit der Situation von Menschen beschäftigt, denen es in dieser Zeit nicht so gut geht“, sagt Kramer. Und als kleine Draufgabe zum Zeugnis hat jedes Reppenstedter Schulkind ein Springseil geschenkt bekommen – eine kleine Anregung gegen den Bewegungsmangel.

So soll es weitergehen. „Wir haben noch Ideen in der Pipeline“, sagt Kramer schmunzelnd, „würden uns aber auch sehr über weitere Eltern freuen, die sich im Verein engagieren wollen.“ Vielleicht statt einer Lesung eine Bandwurmgeschichte schreiben, zu der jedes Kind einen Satz beisteuern könnte. Oder einen Zauberer online auftreten lassen. Oder Plakate gestalten, auf denen Kinder ihre Wünsche an die Erwachsenen äußern können. Die Liste ist noch lang. „Wir werden auf jeden Fall dranbleiben“, verspricht Kramer, selbst dreifacher Vater. „Die Kinder brauchen Anregungen. Sie sollen merken, dass wir sie nicht vergessen haben.“

Haben Sie auch ein Beispiel, das in diesen schwierigen Zeiten Mut macht? Dann schreiben Sie eine E-Mail an Koordinatoren@landeszeitung.de

Ute Klingberg-Strunk

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