Sonntag , 4. Dezember 2022
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Die Corona-Mutation eingegrenzt?

Drei Tage nach der Entdeckung der britischen Virus-Mutation bei einem Schüler des Johanneums hofft das Gesundheitsamt die Verbreitung eingegrenzt zu haben. "Es wurden die Kontakte im kompletten sozialen und schulischen Umfeld dieser Person ermittelt und unter Quarantäne gesetzt", sagt Yvonne Hobro, Fachbereichsleiterin Soziales beim Landkreis Lüneburg.

Lüneburg. Die Mutation bei dem Schüler des 13. Jahrgang war zufällig im Labor entdeckt worden. Und die hoch ansteckende Variante hatte sich rasend schnell in seinem Umfeld ausgebreitet. Mehr als 20 Menschen dürften mittlerweile damit infiziert sein, die jüngste Person ist laut Kreis 13 Jahre alt. Bei den übrigen Erkrankten handele es sich ausschließlich um Erwachsene.

Kitas vorsorglich unter Quarantäne

"Von unserer Seite wurden alle notwendigen Maßnahmen ergriffen, um eine weitere Verbreitung des mutierten Virus zu verhindern", betont Hobro. Jetzt hänge die weitere Entwicklung davon ab, ob sich alle Betroffenen strikt an die verordnete Quarantäne hielten. "Keiner sollte hier leichtfertig seine Gesundheit aufs Spiel setzen, indem er sich mit Klassenkameraden in Quarantäne trifft. Die Menschen haben es selbst in der Hand - es kommt entscheidend auf ihr eigenes Verhalten an", mahnt die Fachbereichsleiterin eindringlich.

Auch in der Kita Kaltenmoor sowie in weiteren Einrichtungen sind Gruppen in Quarantäne gesetzt worden - vorsorglich, heißt es aus dem Gesundheitsamt. "Die britische Virus-Mutation hat eine andere Dynamik und kann schnell viele Menschen infizieren", so Hobro. Es gebe aber in der Kita bislang keine bestätigten Fälle, sondern nur Kinder aus dem Umfeld infizierter Personen.

Informationen auch in anderen Sprachen

Die Entdeckung der Mutation sorgt derweil unter den Menschen in Lüneburg für viel Unsicherheit. Allein am Dienstag gab es mehr als 200 Anrufe beim Bürgertelefon des Kreises, viele Anrufer landeten in der Warteschleife. Informationen gibt es auch im Netz: Der Landkreis hat dazu auf der Themenseite corona.landkreis-lueneburg.de viele Fakten zusammengestellt, unter anderem auch in türkischer, polnischer und arabischer Sprache.

Angesichts des Mutations-Ausbruchs bittet das Gesundheitsamt eindringlich, die Corona-Regeln weiter einzuhalten. "Es gilt nach wie vor: Treffen sind nur mit Menschen aus dem eigenen Haushalt und einer weiteren Person gestattet", betont Yvonne Hobro. Wenn zusätzliche Begegnungen nicht zu vermeiden sind, sollten OP-Masken getragen werden. Lüften und Handhygiene sind weitere wichtige Verhaltensmaßnahmen.

Von Thomas Mitzlaff

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