Montag , 5. Dezember 2022
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Round Table
Mussten angesichts der Corona-Auflagen auf den traditionellen Eröffnungstanz beim Ball verzichten: Präsident Andreas Kupk und seine Gattin Dr. Katharina Kupke. (Foto: privat)

Hilfe kommt auch ohne Ball an

An größere Veranstaltungen war angesichts der Corona-Pandemie in den vergangenen Monaten kaum zu denken. Aber die sind gerade für Wohltätigkeitsorganisationen wichtig, um Spendeneinnahmen für den guten Zweck zu generieren. Die Lüneburger Round Tabler mussten ihren Ball ebenfalls streichen. Dennoch haben sie 25.000 Euro für soziale Projekte zusammenbekommen.

Lüneburg. Der Wohltätigkeitsball ist der Höhepunkt im jährlichen Veranstaltungskalender des Round Table 70 Lüneburg. Die Mitglieder und ihre Partner kommen zusammen, um gemeinsam zu feiern und dabei Gutes zu tun. Doch die Corona-Pandemie machte auch den Round Tablern im vergangenen Jahr einen Strich durch die Rechnung, nix war's mit dem Ball. Gutes tun aber wollen sie dennoch. Präsident Andreas Kupke und seine Mitstreiter haben dafür auch ohne Ball rund 25 000 Euro zusammenbekommen.

Angesichts der Lage im außergewöhnlichen Jahr 2020 war den Round Tablern schnell klar, dass es mit der 33. Auflage des Balls nichts werden würde. Sie überlegten sich eine Alternative, schließlich wollten sie jene nicht im Stich lassen, die in einer solchen schwierigen Lage wie der globalen Corona-Krise erst Recht Unterstützung gut gebrauchen können. So wurde die Idee geboren, statt eines großen Balls im Autohaus viele kleine Bälle bei einzelnen Mitgliedern daheim zu feiern: mit Musik, mit Tanz, gutem Essen und Getränken, mit Tischdeko, selbst mit Tombola – für alles hätten die Round Tabler gesorgt, all das hätten die Auflagen zum damaligen Zeitpunkt für Gruppen mit bis zu zehn Personen auch zugelassen. Alles war eingetütet: Die Sponsoren hatten der Wohltätigkeitsorganisation reichlich Preise spendiert, Sponsoren hatten viel Geld locker gemacht, Gastgeber für 30 kleine Bälle waren gefunden, das Essen geordert. Doch dann kam die zweite Welle und damit zwei Wochen vor der geplanten Veranstaltung an 30 verschiedenen Orten das Aus für die Alternative.

Unterstützung für die NCL-Stiftung und kickende Kinder

Es war ein Rückschlag für Kupke und seine Crew nach all den Mühen der Vorbereitung. Doch darunter sollten nicht die Kinder und Jugendlichen leiden, denen das Gros der von Round Table akquirierten Spenden und Veranstaltungserlöse stets zugute kommt. Wie bei der Bananenflankenliga, einer Fußballliga für geistig behinderte Kinder und Jugendliche, die der Lüneburger Club seit Jahren regelmäßig finanziell unterstützt, oder bei der Fußballschule des OSV in Ochtmissen. Auch die NCL-Stiftung, die sich Therapien und der Entwicklung von Medikamenten bei Kinderdemenz verschrieben hat, sollte weiter auf die Round Tabler zählen können. Die gesammelten 25 000 Euro werden also wie gewohnt ausgeschüttet.

So schwierig das Jahr auch war, Kupke sieht auch positive Aspekte: "Die Dynamik ist nicht verloren gegangen. All unsere Partner, die uns seit Jahren unterstützen, haben uns weiter die Treue gehalten. Das ist keineswegs selbstverständlich. Das Spendenergebnis liegt in etwa in dem Rahmen früherer Jahre. Wir haben also wieder ein vernünftiges Budget zur Verfügung. Und das Geld hat schon angefangen zu wirken." Er ist sich sicher: "Corona wird noch lange nachwirken und Löcher hinterlassen, für die es keine staatliche Unterstützung gibt. Da können wir vielleicht einspringen und helfen."

Deshalb sei der Club auch offen dafür, neue Projekte zu unterstützen, wenn sie denn zu den Round-Table-Grundsätzen passen. Kontakt: andreas.kupke@70-de.roundtable.world

Von Alexander Hempelmann

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