Freitag , 2. Dezember 2022
Anzeige
Pendelbusse zwischen Bahnhof und dem Sand (Bild) könnten den Platz entlasten. Darüber werden die Mitglieder des Mobilitätsausschussses im März beraten. (Foto: t&w)

Diskussion über mehr Mobilität

Bus fahren für einen Euro am Tag – das könnte ein entsprechendes Jahresticket möglich machen. Darüber diskutiert Anfang März die Kreispolitik. Auch die Linienführung der Busse in der Lüneburger Innenstadt ist dann Thema.

Lüneburg. Zwei Themen wanderten vom nichtöffentlichen Kreisausschuss des Lüneburger Kreistages in den öffentlichen Mobilitätsausschuss, der voraussichtlich am Donnerstag, 4. März, tagt. Das 365-Euro-Jahresticket und mögliche Veränderungen im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in der Lüneburger Innenstadt stehen dann auf der Tagesordnung. So hat es der Kreisausschuss jetzt beschlossen.

Eine von bundesweit zehn Modellregionen

Erster Kreisrat Jürgen Krumböhmer berichtet, dass die Förderrichtlinien für die Teilnahme an einem Modellprojekt für den ÖPNV inzwischen feststehen. Denn der Landkreis Lüneburg soll eine von bundesweit zehn Modellregionen zur Stärkung des öffentlichen Personennahverkehrs werden. So hat es der Kreistag im vergangenen Sommer beschlossen.

Die Bundesregierung stellt in ihrem Klimapaket Mittel zu diesem Zweck zur Verfügung. „Nachdem die Kriterien nun vorliegen, können wir den Antrag vorbereiten“, sagt er. Die Mitglieder des Mobilitätsausschusses beschäftigen sich bei ihrer Sitzung mit dem Papier.

Kritik an schlechter Erreichbarkeit der Innenstadt

Das trifft auch für mögliche Änderungen im Innenstadtverkehr zu, die der Landkreis als Träger des Nahverkehrs bei entsprechenden Kreistagsbeschlüssen auf den Weg bringen könnte. Verschiedene Optionen stehen zur Diskussion. Hintergrund ist, dass mit Inkrafttreten des neuen Nahverkehrsplanes Ende 2019 immer wieder Beschwerden der Fahrgäste wegen der schlechteren Erreichbarkeit zentraler Ziele in der Innenstadt laut wurden.

Überdies gab es Kritik an der Beschilderung am ZOB und öfter einmal Unklarheit, wie Fahrgäste von dort mit dem Bus zum Sand kommen. Daraufhin gab es Vorschläge aus Reihen der Kreistagsabgeordneten, zum Beispiel regelmäßige Pendelbusse zwischen Bahnhof und Platz Am Sande, auch als E-Shuttle.

Dies mündete in der Forderung nach einem Prüfauftrag für eine Ringlinie „mit innovativen E-Fahrzeugen, die mindestens die Haltestellen ZOB, Am Sande, Rathaus und Bürgeramt (Reichenbachplatz) anfährt“, den die Grünen im Mobilitätsausschuss beantragt hatten. Die Prüfung durch die Kreisverwaltung beschloss das Fachgremium im vergangenen November.

Von Stefan Bohlmann

Kommentare

Sie wollen die Kommentare unter diesem Beitrag lesen und kommentieren?
Dann werden Sie LZ+-Abonnent. Informationen zum Digital-Abo der LZ finden Sie hier.