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Staus auf der B 404 gehören zum Alltag. Ab Ende Mai wird es noch enger: Die Fahrbahn wird saniert. Foto: tja

Die B404 wird zum Nadelöhr

Lüneburg. So viel steht wohl jetzt schon fest: Im Sommer wird es auf der B404 länger dauern. Am Montag, 25. Mai, beginnen umfangreiche Bauarbeiten. Auf einem etwa sechs Kilometer langen Abschnitt zwischen der Anschlussstelle Rottorf und der Anschlussstelle Eichholz wird die Fahrbahn erneuert. Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis Anfang August.

Der Verkehr aus Lüneburg kommend wird in diesem Zeitraum weiträumig über die Autobahn 39 und das Maschener Kreuz nach Hamburg umgeleitet. Der Verkehr aus Geesthacht kommend wird halbseitig an der Baustelle vorbeigeführt. Im Bereich der halbseitigen Verkehrsführung wird die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf 30 Stundenkilometer reduziert. In der verkehrsarmen Zeit und vor dem Einsetzen des Berufsverkehrs wird es von 19 Uhr bis 6 Uhr zu nächtlichen Vollsperrungen kommen. Die Vollsperrungen werden über Informationstafeln frühzeitig in Hamburg und auf der A 1 und A 255 angezeigt. Für die Vollsperrungen sowie für den regionalen Verkehr steht eine Umleitung über die Kreisstraßen 49/K 81 zur Verfügung. Der Verkehr wird für beide Fahrtrichtungen über die Ortschaften Handorf und Oldershausen nach Eichholz und nach Rottorf umgeleitet.

Zeitweise Komplettsperrung

Erneuert wird die Asphaltdecke inklusive der Schutzplanken. Um die Qualität der Arbeiten zu gewährleisten sei eben auch eine zeitweise Komplettsperrung nicht zu vermeiden, wie Annette Padberg, stellvertretende Leiterin des Geschäftsbereichs Lüneburg der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, der LZ erklärte: „Die Fahrbahn hält länger, weil die Deckschicht aus einem Guss eingearbeitet werden kann. Dadurch erhält sie eine bessere Qualität.“ Die Baukosten belaufen sich auf rund 2,5 Millionen Euro und werden vom Bund getragen. Ob der Zeitplan am Ende auch eingehalten werden kann, hängt nicht zuletzt auch von den Witterungsbedingungen ab.

Doch nach der Baustelle ist vor der Baustelle. Denn wenn die Arbeiten bei Eichholz abgeschlossen sind, folgt 2021 der nächste Abschnitt inklusive der Elbvorland-Brücke. Voraussichtlich werde im Zuge dieser Maßnahme auch die Fahrbahn der Brücke über das Elbvorland saniert und dabei kann es zu einer Vollsperrung kommen. Ob das tatsächlich der Fall sein wird, ist noch nicht klar und wird laut der Landesbehörde erst gegen Ende diesen Jahres endgültig geklärt sein. Sollte eine Vollsperrung nötig sein, ist es wahrscheinlich, dass diese in die niedersächsischen Sommerferien 2021 gelegt wird, weil dann ein Teil des Pendlerverkehrs wegfällt.

Auch auf schleswig-holsteinischer Seite soll 2021 saniert werden. Dort kann allerdings voraussichtlich mit einer halbseitigen Sperrung gearbeitet werden. Das würde bedeuten, dass die B404 im Frühjahr nur in eine Richtung befahrbar sein wird – im Gespräch ist bei der dortigen Landesbehörde unter anderem eine pendlerfreundliche Befahrbarkeit am Morgen in Richtung Hamburg und am Abend in Richtung Lüneburg – bevor im Sommer eventuell die Vollsperrung kommt. lz

Zur Sache

Baustelle auch auf der B216

Die Fahrbahn der Bundesstraße 216 wird in der Ortsdurchfahrt Dannenberg ab Montag, 18. Mai, bis voraussichtlich Ende Oktober grundhaft erneuert. Dies teilt die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr aus Lüneburg mit. Neben der Erneuerung der Fahrbahn wird der Gehweg einseitig zurückgebaut, eine neue Trinkwasserleitung verlegt, sowie notwendige Kabelarbeiten ausgeführt. Für alle Bauabschnitte erfolgt eine kleinräumige regionale Umleitung. Für den Busverkehr gibt es keine offizielle Umleitung. Die Fahrgäste werden bei Änderungen über Aushänge an den Haltestellen informiert. Witterungsbedingte Verzögerungen sind möglich. Die Kosten der Maßnahme belaufen sich auf etwa 810.000 Euro.