ZOB Lüneburg
Sebastian Heilmann zeigt die neuen Schilder, die am ZOB am Bahnhof für mehr Orientierung sorgen sollen. (foto: Stadt Lüneburg)

Bessere Orientierung für Fahrgäste

Lüneburg. Im Mobilitätsausschuss des Kreistags waren in dieser Woche auch Oberbürgermeister Ulrich Mädge und der städtische Mobilitätsreferent Sebastian Heilmann anwesend. Ein Punkt auf der Tagesordnung: der Sachstandsbericht zum Dynamischen Fahrgastinformationssystem (DFI). Was Mädge zu diesem Thema hörte, gefiel ihm nicht. Demnach soll die Installation der digitalen DFI-Anzeiger an den Lüneburger Haltestellen erst Anfang 2022 abgeschlossen sein. Viel zu spät, findet der Rathauschef, der sich zudem über die immer wieder geäußerte Kritik an der schlechten Beschilderung des Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) in den Kreistagsgremien ärgert. Die Stadt hat die Sache deshalb jetzt in die Hand genommen und auf ihre Kosten Übersichtstafeln anfertigen lassen.

„Seit 2016 wird uns vom Kreis versprochen, die Echtzeitanzeige, die an vielen Orten in Deutschland und Europa schon lange Standard ist, umzusetzen. Jetzt werden wir wieder hingehalten“, wird Mädge in einer Pressemitteilung aus dem Rathaus zitiert. „Es kann doch nicht sein, dass man sich einerseits über das Wirrwarr am ZOB beschwert und man es gleichzeitig nicht hinkriegt, ein digitales Info-System zu installieren.“

Die Echtzeitanzeige macht eventuelle Abweichungen vom Fahrplan sichtbar und gibt Auskunft darüber, wann der gewünschte Bus tatsächlich ankommen wird. Während in der HVV-App für Smartphones diese Anzeige längst gang und gäbe sei, warten andere Fahrgäste oftmals vergeblich. Deshalb drängt die Stadt darauf, dass alle Haltestellen in der Innenstadt, am ZOB sowie am Thorner Platz, am St.-Stephanus-Platz und an der Uni mit diesem digitalen Info-System ausgestattet werden.

Um kurzfristig zumindest den Service am ZOB zu verbessern, hat die Stadt zusätzliche Schilder angeschafft. Sie sollen spätestens im April an den Haltestellen die Fahrtrichtung Innenstadt aufzeigen und so dafür sorgen, dass Busnutzer sich besser zurechtfinden. lz

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