Sonntag , 4. Dezember 2022
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Die Luftaufnahme zeigt ein Teilstück der Fläche, die für das neue Geeerbegebiet vorgesehen ist - in Nachbarschaft zur Gipshalde. Foto: be

Gewerbegebiet in Embsen: Platz für neue Unternehmen

Die Gemeinde Embsen hat Großes vor: Sie plant ein neues rund zwölf Hektar großes Gewerbegebiet in unmittelbarer Nähe zum bereits bestehenden Industrie- und Gewerbegebiet "Embsen-Melbeck". "Die Nachfrage von Unternehmen nach geeigneten Flächen ist groß", wirbt Embsens Bürgermeister Stefan Koch (UWI) für das Projekt, mit dem sich am Donnerstag auch der Gemeinderat Embsen beschäftigen wird.

Embsen. Seit mehreren Jahren schon denkt die Gemeinde Embsen über die Ausweisung eines neuen Gewerbegebietes nach: Nun will der Rat in seiner Sitzung am Donnerstagabend Nägel mit Köpfen machen. Auf der Tagesordnung steht die Aufstellung eines Bebauungsplans für das neue "Gewerbegebiet Lüneburg-Süd". "Wir hatten und haben immer wieder Anfragen von Unternehmen nach Ansiedlungsmöglichkeiten", berichtet Embsens Bürgermeister Stefan Koch (UWI). Jetzt hat die Gemeinde eine aus ihrer Sicht geeignete Fläche ins Visier genommen, rund zwölf Hektar groß in unmittelbarer Nähe zum bestehenden Industrie- und Gewerbegebiet "Embsen-Melbeck." Abzüglich Verkehrs- und Grünflächen verbleiben netto gute neun Hektar.

Noch ist die Fläche größtenteils Ackerland mit einer kleinen Kieferwald-Schonung in der Mitte. Im Rathaus hofft man aber, dass spätestens im Frühsommer nächsten Jahres die ersten Unternehmen ansiedeln können. Mehr als 20 Firmen haben bereits Interesse bekundet. "Vom Klein-Unternehmer bis hin zu europaweit agierenden Gesellschaften", freut sich Koch.

Erweiterung des Areals denkbar

Und eine Erweiterung des Areals wäre durchaus denkbar. Nämlich dann, wenn die Gipshalde des Gipswerks spätestens 2028 abgebaut ist. Dann stehen weitere 15 Hektar Fläche für ein weiteres Gewerbegebiet bereit.

"Das ist eine gute Perspektive", findet Koch, der gegenüber der LZ erklärt: "Unsere Gemeinde ist dringend auf Gewerbesteuereinnahmen angewiesen." Straßenunterhaltung, die Kindertagesstätten – alles das koste viel Geld. Noch könne man die Haushalte der Kommune mit einem Griff in die Rücklagen ausgleichen, doch das funktioniere auch nur so lange, bis die finanziellen Reserven aufgebraucht seien. "Wir veräußern sozusagen schon unser Tafelsilber", verdeutlicht der Embsener Bürgermeister.

Über 100 neue Arbeitsplätze

Mit der Realisierung des neuen Gewerbegebietes hofft Koch nun also nicht nur auf kräftige Gewerbesteuerzahler. "Wir schaffen auch neue, ortsnahe Arbeitsplätze", gibt er zu bedenken. Und der stellvertretende Gemeindedirektor Peter Rowohlt präzisiert: "Wir gehen schon jetzt von mehr als 200 Arbeitsplätze im Gebiet aus, davon über 100 neue Arbeitsplätze."

Entstehen soll das neue Gewerbegebiet neben dem bereits vorhandenen in nord-östlicher Richtung, angrenzend an das Gipswerk. Die Zufahrt soll über über die Straße "Am alten Werk" erfolgen. Zum Schutz der südwestlich angrenzenden Wohnbebauung soll eine Grünfläche mit einer standortgerechten Gehölzpflanzung geschaffen werden. "So kann der Biotopverbund gestärkt werden", heißt es unter anderem in der Beschlussvorlage für den Rat am Donnerstag Abend.

Von Klaus Reschke

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