Mittwoch , 30. November 2022
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Viel Lob und Geld für die Bildungspaten

Lüneburg. Als Bildungspaten kümmern sich Ehrenamtliche um Schulkinder, fördern sie gezielt in einer 1:1-Betreuung, damit sie im Unterricht mit anderen Schritt halten können. Meist sind es Kinder aus finanzschwachen sowie aus geflüchteten Familien, zum größten Teil Grundschüler. Das Projekt läuft seit 2012 unter dem Dach der Arbeiterwohlfahrt, aktuell sind 55 bis 65 Ehrenamtliche an Schulen in der Stadt Lüneburg, vereinzelt aber auch in umliegenden Orten im Einsatz.

Die Stadt Lüneburg unterstützt das Projekt seit 2018 finanziell – und wird es auch in den nächsten drei Jahren tun. Der Jugendhilfeausschuss des Rates hat jetzt eine jährliche Finanzspritze von 10.000 Euro abgesegnet.

Corona lässt Rückstand größer werden

Die 1:1-Betreuung findet in der regulären Schulzeit statt, dafür werden die Kinder vom Unterricht im Klassenverband freigestellt. Oft gehe es anfangs zunächst um einen Beziehungsaufbau, darum, „dass die Kinder merken, dass sich jemand wirklich für sie interessiert“, berichtete Julika Jakupec von der Awo dem Ausschuss. Ist ein Vertrauensverhältnis erstmal da, wird gemeinsam daran gearbeitet, dass der Lernrückstand auf die Mitschüler kleiner werde. In der Phase der Corona-Pandemie allerdings dürfte er aber wohl eher größer geworden sein. Ein Grund mehr für die Ausschussmitglieder, dass sie die Wichtigkeit der Bildungspaten hervorhoben und ihr Engagement durch die Bank lobten.

Awo-Geschäftsführer Günter Wernecke bedankte sich für das Lob und die einstimmig verabschiedete Zusage der finanziellen Unterstützung. Er sagte: „Die Bildungspaten sind ein Puzzleteil von vielen an den Schulen.“ Und jeder, der puzzelt, weiß, was es auslösen würde, wenn ein Teil plötzlich fehlt.

Von Alexander Hempelmann

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