Zwischen den Wohnblöcken soll das Zentrum entstehen. Foto: t&w

Neues Zentrum für Familien

Lüneburg. Für Lüneburgs bevölkerungsreichsten Stadtteil ist es das wichtigste Bauvorhaben des Jahres, das darüber hinaus noch bis weit ins nächste Jahr andauern wird: das neue Familienzentrum, das in Kaltenmoor entsteht. Offiziell beginnen die Arbeiten in der zweiten März-Woche, doch jetzt gab es bereits einen ersten Testlauf, bei dem auf dem Areal an der Carl-Friedrich-Goerdeler-Straße Erde abgetragen wurde.

Rund 6,3 Millionen Euro werden in den Komplex investiert, davon fließen vier Millionen Euro als Förderung von Bund und Land. Der Bau vereint zwei Projekte unter einem Dach: zum einen das Familienzentrum, zum anderen den Neubau der Awo-Kita, die bislang an der Graf-von-Moltke-Straße untergebracht ist. Das Gebäude dort ist nach rund 40 Jahren aber stark sanierungsbedürftig. Es entstehen deshalb nun an neuer Stelle 30 Plätze im Krippenbereich für Kinder bis drei Jahre und 48 Kita-Plätze für drei bis sechs Jahre alte Kinder. In der vergangenen Woche hat der Bauausschuss des Stadtrates den Auftrag für die Erdarbeiten erteilt, die ab 9. März beginnen. Bereits in dieser Woche beginne die Vorbereitung des Baufeldes, heißt es von der Stadtverwaltung. Geplante Fertigstellung: voraussichtlich im Herbst 2021.

"Ein Zugewinn für das Zusammenleben in Kaltenmoor"

Die Stadtverwaltung ist überzeugt: Das Familienzentrum ist „ein Zugewinn für das Zusammenleben in Kaltenmoor, dem Stadtteil, der mit mehr als zehntausend Menschen aus Deutschland und vielen anderen Nationen Lüneburgs größter ist und zugleich auch der mit dem höchsten Anteil an Kindern und Jugendlichen". Das neue Zentrum soll Treffpunkt für alle Familien im Stadtteil sein, die dort dann Bildungs-, Beratungs- und Begegnungsangebote finden. Zur Verfügung stehen dafür dann ein größeres Foyer und zwei Räume für kleinere Gruppenangebote.

Im Erdgeschoss sollen neben dem Familienzentrum eben die Kita mit drei Krippengruppen, zwei Elementargruppen, einer Küche und der Technik Platz finden. Im Dachgeschoss werden Räume für drei weitere Elementargruppen und den Personalbereich geschaffen. „Da das Obergeschoss nicht die Flächengröße des Erdgeschosses aufweist, entsteht eine großzügige Dachterrasse, die als Außenbereich von den Elementargruppen genutzt werden kann“, heißt es aus dem Rathaus.

Von Alexander Hempelmann