Freitag , 2. Dezember 2022
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Naturschutzgebiete
Landschaftswarte aus Leidenschaft: Michael Flügge-Munstermann und Siegfried Wagner-Kemper. (Foto: Landkreis Lüneburg)

Diese Regeln gelten bei Ausflügen in Naturschutzgebiete

Lüneburg. Raus aus dem Haus, rein in die Natur: Corona veranlasst immer mehr Menschen zu Spaziergängen und Radtouren an Elbe, Ilmenau und zu anderen Ausflugszielen. Das allerdings setzt gleichzeitig die Natur unter Druck. Deshalb weist der Landkreis Lüneburg in einer Pressemitteilung darauf hin: Wenn sich alle an die Spielregeln halten, lassen sich Naturschutz und Naturerlebnis wunderbar miteinander vereinbaren.

Ebenso wichtig: Die Corona-Regeln für private Treffen gelten auch unter freiem Himmel. Aktuell dürfen maximal fünf Menschen aus zwei Haushalten gemeinsam unterwegs sein, dazu gehörende Kinder bis 14 Jahre werden nicht mitgezählt. Außerdem sollte auf Wanderwegen Abstand zu anderen Spaziergängern eingehalten werden.

„Tiere und Pflanzen reagieren sehr sensibel auf Störungen“, erklärt der Leiter des Fachdienstes Umwelt Stefan Bartscht. „Gerade jetzt, wo die ersten Vögel ihre Nester bauen und bald alles wieder grün wird, sind Ruhe- und Rückzugsorte unheimlich wichtig.“ Aus diesem Grund erinnert der Landkreis Lüneburg an allgemeine Verhaltensgrundsätze. Dazu gehört:

  • Ob zu Fuß, zu Pferd oder auf dem Mountainbike, ob mit oder ohne Hund – wer im Naturschutzgebiet unterwegs ist, sollte in jedem Fall auf den ausgewiesenen Wegen bleiben.
  • Für Hunde gilt die Leinenpflicht, denn schon ein kurzer Ausflug in die Böschung oder angrenzende Wiese kann Vogeleltern von ihren Jungen verjagen.
  • Paddler sollen sich mit ihren Booten möglichst im tieferen Wasser bewegen und nur an den ausgewiesenen Badestellen und Stegen anlegen.
  • Alle anderen Stellen – auch wenn sie noch so einladend aussehen – sollten nicht betreten werden, weil dort geschützte Tierarten wie der Eisvogel leben.
  • Laute Musik und unnötigen Lärm sollen Besucher vermeiden, um Tiere und andere Besucher nicht zu stören.
  • Lagerfeuer und Grills sind im Naturschutzgebiet verboten.
  • Last but not least gilt: Müll bitte mit nach Hause nehmen.
  • Damit die Natur ein Erholungsort für Mensch und Umwelt ist, sind demnächst auch wieder die Landschaftswarte Michael Flügge-Munstermann und Siegfried Wagner-Kemper unterwegs. Ab April schauen sie in den Naturschutzgebieten der Hansestadt Lüneburg sowie der Samtgemeinden Gellersen und Ilmenau nach dem rechten.

Nützliche Hinweise zum Aufenthalt in Naturschutzgebieten finden Interessierte unter www.landkreis-lueneburg.de/naturschutzgebiete.

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