Montag , 5. Dezember 2022
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Kate Kitchenham
Kate Kitchenham (r.) hat für ihre Sendung auch Nina und ihren Assistenzhund Hazel besucht. (Foto: TVNOW/fandango)

Der Kumpel auf vier Pfoten

Kate Kitchenham ist gefragt als Expertin für Tiere. Die Lüneburgerin ist Verhaltensbiologin und hat schon fürs ZDF, für vox, Sat.1 Gold, den WDR und NDR gedreht, zudem regelmäßig für die Bild der Frau geschrieben. An diesem Wochenende startet die neue Staffel ihrer Show bei vox. Und in Kürze kommt auch ihr neues Buch auf den Markt.

Lüneburg. Freunde sind wichtig im Leben, vielleicht mit das Wichtigste. Dass dies nicht nur bei uns Menschen so ist, erlebt Kate Kitchenham in ihrem beruflichen Alltag immer wieder. Und das ist auch Thema ihrer Sendung, die an diesem Sonnabend um 19.10 Uhr bei vox in die zweite Staffel geht: „Tierisch beste Freunde“. Kitchenham berichtet dort über besondere Beziehungen zwischen Menschen und Tieren, aber auch über ungewöhnliche Tier-Freundschaften.

Katze und Sittich sind unzertrennlich

Der Hund gilt als der beste Freund des Menschen. Dass sich die Vierbeiner und ihre Herrchen oder Frauchen prima verstehen, ist nicht ungewöhnlich. Aber dass sich beispielsweise eine Gans und ein Schwein anfreunden und miteinander kommunizieren? Das ist selten, die Lüneburgerin hat genau solch eine tierische Freundschaft auf einem Hof in Niederbayern kennengelernt. „Es war total rührend, die beiden miteinander zu erleben“, erzählt sie. Was das Duo vor allem zu etwas Besonderem machte? „Die Gans hatte die Wahl, lebte mit anderen Gänsen zusammen. Aber das Schwein war ihr immer wichtiger“, verdeutlicht die Expertin.

Besucht hat Kate Kitchenham auch den Jagdpächter Daniel Schrapers, der einen verletzten Frischling mit nach Hause genommen hat. Seitdem sind das Wildschweinbaby und sein Hund ein Herz und eine Seele. Und auch eine Katze und ein Sittich, die sich in New York angefreundet haben, oder die Krähe und der Jagdhund, die zu Freunden wurden, haben die Zoologin fasziniert.

Pro Sendungen drei besondere Freundschaften

In jeder ihrer Sendungen berichtet sie über drei besondere Freundschaften, und dabei sei ihr eben diese Möglichkeit der Wahl für ein Tier immer wichtig. Nicht eine erzwungene Beziehung aus Mangel an Alternativen. So geht es in der Auftaktfolge unter anderem um Dean und die Katze Nala. Ursprünglich wollte der Schotte mit seinem Fahrrad um die Welt radeln, frei und ungebunden sein. Doch an der Grenze zwischen Bosnien und Montenegro begegnet ihm ein einsames, ausgesetztes Kätzchen. Dean zögerte nicht lange und nahm sie bei sich auf. Seither weicht sie ihm nicht von der Seite, erkunden beide gemeinsam die große weite Welt.

Außerdem geht es um den blinden Friesenhengst Sil, mit dem seine Besitzerin Adriana seit 2012 durchs Leben geht. Trotz seiner Blindheit reiten die beiden sogar Turniere. Und um Hazel, eine dreijährige Labradorhündin, die Nina in deren Alltag unterstützt, die an einer unheilbaren Muskelerkrankung leidet.

Neues Buch erscheint am 1. April

„Ich muss zugeben, dass ich oft mit ein bisschen Misstrauen hingefahren bin, wenn mir einzelne Beziehungen geschildert wurden“, verrät die 46-Jährige. Vor Ort aber habe sich dann oft rausgestellt, dass die Fälle tatsächlich so außergewöhnlich waren, wie sie geschildert wurden. Und das weiß offenbar auch das Publikum zu schätzen, denn die Quoten der ersten Staffel seien „wahnsinnig gut“ gewesen, die zweite Staffel zur besten Sendezeit ist der Lohn dafür. Und weil sich in den zeitlich begrenzten Folgen nicht jeder Fall auch wissenschaftlich in Gänze ausbreiten lässt, erscheint am 1. April parallel nun das Buch „Tierisch beste Freunde – Liebe kennt keine Grenzen“ mit Fällen aus beiden Staffeln.

Von Alexander Hempelmann

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