Samstag , 3. Dezember 2022
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Bäckerei Kruse
Irene Skrobanek (l.), Vorsitzende des Guten Nachbarn, Mark-Oliver Kruse, Geschäftsführer der Fima Kruse Der Lecker Bäcker, und Petra Knabe, Mitarbeiterin in der Filiale in Barendorf, präsentieren das „Mutmacher-Brot“. Aus dem Verkaufserlös des Brots fließt ein Teil an den Guten Nachbarn. (Foto: be)

Brote für den guten Zweck

Lüneburg. Aus unzähligen kleinen und großen Spenden, aber auch aus dem Erlös von pfiffigen Aktionen speist sich der Etat des Guten Nachbarn, der Hilfsorganisation, die seit 1958 unverschuldet in Not geratene Menschen in Stadt und Landkreis Lüneburg unterstützt. Eine dieser Aktionen: das „Mutmacher-Brot“ der Firma Kruse Der Lecker Bäcker aus Barnstedt.

Seit Anfang März wird das Barnstedter Landbrot, ein Roggenmischbrot, in den 25 Filialen des Unternehmens verkauft – von dem Verkaufspreis von 3,40 Euro gehen jeweils 20 Cent an den Guten Nachbarn. „Unser Mutmacher soll uns daran erinnern, auch in diesen herausfordernden Zeiten, nicht den Mut zu verlieren und trotz aller Umstände zuversichtlich in die Zukunft zu blicken“, sagt Mark-Oliver Kruse, Geschäftsführer der Bäckerei.

„Wir sind dankbar, dass wir als Bäckerei weiterhin öffnen und die Menschen in der Region mit Backwaren versorgen dürfen. Zu unserer unternehmerischen und sozialen Verantwortung zählt es, auch diejenigen zu unterstützen, die von der Pandemie stärker betroffen sind.“

„Gerade in der Zeit der Corona-Pandemie brauchen wir Spenden"

„Gerade in der aktuellen Zeit, ist die tolle Arbeit des Guten Nachbarn wichtig und für einige Familien vielleicht unverzichtbar. Deshalb möchten wir mit unserem ,Mutmacher’ einen kleinen Beitrag leisten“, so Kruse.

Irene Skrobanek, Vorsitzende des Guten Nachbarn, ist „total begeistert von der Idee mit dem Mutmacher-Brot“. Sie sagt: „Gerade in der Zeit der Corona-Pandemie brauchen wir Spenden. Wir stellen in unseren Beratungen immer wieder fest, dass die Reserven der Menschen, die ohnehin nicht soviel haben, schmelzen. Gerade Familien mit Kindern brauchen unsere Unterstützung.“

Dem Guten Nachbarn gehören an: Arbeiterwohlfahrt, Caritasverband, Paritätischer, Kreisverband und Ortsverein Lüneburg im Deutschen Roten Kreuz, Diakonisches Werk und Landeszeitung. Ob es die Zuzahlung für die dringend benötigte Brille ist, die nicht zu stemmen ist, die defekte Waschmaschine, eine Nachzahlung für Strom oder Gas. Oder auch nicht eingeplantes Material für die Schule. Es gibt viele Anlässe, die Menschen, bei denen das Geld ohnehin schon knapp ist, in zusätzliche Schwierigkeiten bringen.

Ein Grundsatz der Arbeit des Guten Nachbarn: Vor jeder finanziellen Unterstützung steht eine individuelle Beratung durch die Mitarbeiter. Irene Skrobanek: „Wir leisten konkrete Hilfe für Menschen, die diese Unterstützung wirklich verdient haben.“ Und das bald auch aus dem Erlös des Mutmacher-Brots.

Von Ingo Petersen

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