Dienstag , 6. Dezember 2022
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Wendisch Evern
Die Pläne für den Bau des Sportparks Ostheide nahe Wendisch Evern haben die Einwohner mit einem klaren Votum gegen das Projekt gestoppt. (Foto t&w)

Sportpark für Befürworter abgehakt, Umgang aber nicht

Die Befürworter des Sportparks Ostheide akzeptieren das eindeutige Votum der Bürgerbefragung gegen das Vorhaben des Lüneburger SK Hansa. Aufgearbeitet werden müsse von allen Beteiligten jedoch die Art des Umgangs im Vorfeld der Abstimmung. Dies habe zu tiefen Rissen in der Gemeinde geführt.

Wendisch Evern. Das Votum der Einwohner Wendisch Everns war eindeutig: Bei einer Wahlbeteiligung von 66,26 Prozent lehnten 630 Bürger die Pläne des Lüneburg SK Hansa für den Bau des Sportparks Ostheide nahe Gut Willerding und der Ostumgehung ab. Lediglich 369 Wahlberechtigte sprachen sich dafür aus. "Das ist ein klares Ergebnis, das niemand anzweifelt", sagt auch Jens Werner, der zu den Befürwortern des Projektes gehört und ursprünglich einen Bürgerentscheid auf den Weg bringen wollte. Am Abend der Stimmauszählung war Werner jedoch nicht vor Ort, sprach deshalb einen Tag später mit der LZ. Politiker und Gegner hatten sich bereits vorher zu der Einwohnerbefragung geäußert.

Über die Zukunft des LSK im Bereich der Gemeinde macht sich der Ur-Wendisch-Everner keine Gedanken mehr. "Der LSK hat seine Konsequenzen gezogen, einen zweiten Anlauf, um das Projekt zu realisieren wird es nicht geben." Und weiter sagt Werner: "Das werden wir ebenso akzeptieren wie das Ergebnis."

"Wir müssen klären, wie es dazu gekommen ist"

Nicht zu akzeptieren ist aus seiner Sicht jedoch "die Art und Weise, wie das Ergebnis zustande gekommen ist". Zu feiern gäbe es nichts, "was es gibt, sind viele Risse in der Gemeinde, die nur schwer zu schließen sind". Besonders trifft ihn, "dass man abgestempelt wird, weil man anderer Meinung ist. Das war keine sachliche Auseinandersetzung, sondern ging tief ins Persönliche."

Deshalb fordert Werner alle Beteiligten auf, das Geschehen offen und ehrlich aufzuarbeiten. "Wir müssen klären, wie es dazu gekommen ist, damit wir wissen, wie wir künftig mit solchen Situationen umgehen wollen", sagt Werner.

Von Malte Lühr

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