Samstag , 3. Dezember 2022
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Zu üben, eine gute Rede zu halten, bei der man sich auch noch wohlfühlt mit dem Publikum, das will der Toastmasters Club bieten. (Foto: AdobeStock)

Toastmasters Club in Lüneburg gegründet

Hier geht es nicht um Weißbrot – der Toastmasters Club vermittelt gute Rhetorik beim Reden halten, sprich beim "Toast" aussprechen. Der Club aus den USA hat auch in Deutschland viele Nachahmer gefunden. Nun hat die Lüneburgerin Ruth Heume den ersten Toastmasters Club in der Hansestadt gegründet.

Lüneburg. Vor eine Gruppe Menschen zu treten und eine Rede zu halten, ist für einige eine unbehagliche Vorstellung. Doch kommen manche Leute um diese Situation nicht immer herum, etwa wenn es um den Job geht. Zu üben, eine gute Rede zu halten, bei der man sich auch noch wohlfühlt mit dem Publikum, das will der Toastmasters Club bieten.

Tipps zur Rhetorik von den Club-Mitgliedern

Der Name leitet sich von dem englischen "einen Toast aussprechen" ab. So werden bei den Clubabenden kurze Reden vor den anderen Mitgliedern gehalten. Die können dann Tipps zur Rhetorik, also der Sprache oder der Haltung der Rednerinnen und Redner geben. Auf diese Weise sollen sich alle Übenden mit der Zeit beim Reden wohler fühlen, Spaß haben und bei einem Auftritt vor Leuten sicherer agieren.

Toastmasters Club Lüneburg trägt den Namen SALT

Ruth Heume
Ruth Heume. (Foto: privat)

Die Non-Profit-Organisation Toastmasters International hat laut eigenen Angaben mittlerweile mehr als 364.000 Mitglieder in 16.200 Clubs weltweit. Bislang ist die Lüneburgerin Ruth Heume für ihr Hobby stets nach Hamburg gefahren. "Ich habe mir da schon länger gedacht, ein Toastmasters Club würde doch auch gut nach Lüneburg passen, aber ich hatte mir zuerst nicht zugetraut, einen neuen hier zu gründen." Dann mit der Pandemie stiegen die Hamburger Redner auf Videochat-Treffen um. "Und dadurch bekam ich dann so viel Routine, dass ich die Idee eines Lüneburger Clubs in die Tat umgesetzt habe – mit der Idee, die Treffen irgendwann auch vor Ort live und in Farbe stattfinden zu lassen." Der neue Club in Lüneburg hat den Namen SALT bekommen. Das steht für "Speaking And Leading Toastmasters", ist aber auch ein Hinweis auf die Salzstadt.

Die Reden können auf Deutsch oder Englisch gehalten werden

Der Club richtet sich an alle, ob Studierende, Rentner oder Menschen im Berufsleben, die ihr Lampenfieber beim öffentlichen Sprechen reduzieren wollen oder Spaß an guten Reden finden. Für das erste Clubtreffen können sich noch Interessierte anmelden. Wer mindestens 18 Jahre alt ist und ein wenig Erfahrung mit der englischen Sprache hat, kann kostenlos bei einem Treffen reinschnuppern. Die Reden können je nach Wunsch auf deutsch oder englisch gehalten werden. Wer Mitglied werden möchte, zahlt dann einen Beitrag von zehn Euro im Monat und bekommt dadurch Zugang zu den Lernmaterialien von Toastmasters, um sich noch besser auf Reden vorbereiten und in die Kniffe der Rhetorik einlesen zu können.

Märchentherapeutin macht mit, um wieder mehr Englisch zu sprechen

Eine, die sich schon angekündigt hat, ist Katja Breitling. Sie ist in Lüneburg als Märchentherapeutin bekannt und das Sprechen gewohnt. Ihre Motivation liegt daher woanders: "Ich möchte gerne mein Englisch wieder reaktivieren. Früher hatte ich viel mit der Sprache zu tun, habe sogar eine Zeit lang in Singapur gelebt und dort jeden Tag englisch gesprochen. Aber seitdem ich die Märchen erzähle – auf Deutsch – ist das Englische in den Hintergrund gerückt." Über die Vorträge beim Toastmasters Club will Katja Breitling nun wieder reinkommen. "Und ich kann mir gut vorstellen, in Zukunft auch Märchen auf Englisch zu erzählen." Zudem findet sie die Idee interessant, zu einem konkreten Thema eine Rede zu halten und dazu Feedback zu bekommen.

Der erste Abend von Toastmasters Lüneburg ist am Dienstag, 27. April, um 19.30 Uhr. Interessierte können vorab eine E-Mail an info@speaking-and-leading.org schicken oder sich über die Website www.salt-lg.de registrieren – dann gibt es einen Link zum Zoom-Treffen.

Von Laura Treffenfeld

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