Donnerstag , 1. Dezember 2022
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Lars Werkmeister hat Lüneburg wieder verlassen. Ein Nachfolger oder eine Nachfolgerin ist noch nicht in Sicht. (Foto: t&w)

Es braucht zügig neuen Chef fürs Marketing

Der Geschäftsführer der Lüneburger Marketing GmbH Lars Werkmeister geht in zwei Monaten. Ein Nachfolger muss zügig gefunden werden, weil die Gesellschaft in der Corona-Krise und bei der Entwicklung des Innenstadtkonzepts besonders gefordert ist. Doch bis jetzt ist nicht mal eine Interimslösung in Sicht.

Lüneburg. Ende März stand fest: Lüneburg muss sich einen neuen Marketing-Chef suchen. Denn Lars Werkmeister hatte seine Kündigung aus familiären Gründen eingereicht. In gut zwei Monaten verlässt er seinen Posten, zu einer denkbar ungünstigen Zeit. Denn die Stadt will bekanntlich ein Innenstadtkonzept auf den Weg bringen. Doch ein neue Chefin oder ein neuer Chef fürs Marketing oder zumindest eine Interimslösung sind nicht in Sicht.

Stadt Lüneburg ist Hauptgesellschafter

Das Thema beschäftigte auch den Verwaltungsausschuss, der nichtöffentlich tagte. Die Stadt ist Hauptgesellschafter der Marketing GmbH. Suzanne Moenck, Pressesprecherin der Stadt, teilte auf Anfrage mit: "Der Aufsichtsrat der Lüneburg Marketing GmbH kümmert sich federführend um eine Nachfolgeregelung, deren Vorsitz haben Gabriele Lukoschek für die Stadt und Michael Zeinert für den Verein Lüneburger Kaufleute."

Lars Werkmeister ist noch bis zum 30. Juni im Amt. "Die Vorlage für den Verwaltungsausschuss für eine Abberufung und Neubestellung wurde vorsorglich erstellt in der Hoffnung, dass sehr schnell eine Kandidatin oder ein Kandidat für die Interimsgeschäftsführung gefunden werden kann. Da das noch nicht der Fall ist, hat der Verwaltungsausschuss nur über die Abberufung von Lars Werkmeister beschlossen."

Beratungsfirma soll bei der Suche helfen

Interimsgeschäftsgeführer mussten in den vergangenen Jahren immer wieder die Zeit überbrücken, bis ein neuer Mann für die Spitze der Marketing GmbH gefunden worden war. Zuletzt war Ralf Hots-Thomas in dieser Funktion tätig nach der Vertragsauflösung von Claudio-Patrick Schrock-Opitz im Herbst 2018. Er blieb, bis Werkmeister im Juli 2019 die Marketing-Leitung übernahm. Der Chefposten hatte sich im Laufe der Jahre zum Schleudersitz entwickelt. Mit Werkmeister hatten Aufsichtsratsvorsitzende und Gesellschafter große Hoffnungen, dass nun Konstanz einkehrt.

"Für die Ausschreibung einer dauerhaften Geschäftsführung befindet sich der Aufsichtsrat in Gesprächen mit einer Beratungsfirma. Diese gehen jetzt in die Zielgerade", sagt Suzanne Moenck, die auch deutlich macht: "Wir müssen so zügig wie möglich wieder eine starke, kompetente Führungskraft an der Spitze haben." Es gelte alle Kräfte zu bündeln, um den aktuellen Bestand in der Innenstadt zu halten und wieder Leben in leerstehende Läden zu bekommen, "da niemand davon ausgehen kann, dass nach einer Freigabe der Öffnung von Einzelhandel und Gastronomie alles von selbst wieder ins Laufen kommt. Das braucht eine große gemeinsame Anstrengung aller Beteiligten und Betroffenen".

Von Antje Schäfer

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