Dienstag , 6. Dezember 2022
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Luftaufnahme vom Adendorfer Freibad: Eröffnet wurde die Anlage 1974. Vom kommenden Jahr an ist eine umfangreiche Sanierung geplant. (Foto: be)

Neuer Glanz für altes Freibad in Adendorf

Seit 1974 ist das Adendorfer Freibad Anziehungspunkt für Wasserratten aus der Gemeinde und dem Umkreis. Ab 2022 sollen dort rund 2,8 Millionen Euro für mehr Badespaß und mehr Komfort investiert werden.

Adendorf. Wann das Adendorfer Freibad in diesem Jahr öffnet, steht noch in den Sternen. Mit der ferneren Zukunft der Anlage am Scharnebecker Weg beschäftigte sich der Ratsausschuss für Kultur, Sport, Freizeit und Tourismus in seiner jüngsten Sitzung in der Mensa der Grundschule am Weinbergsweg. Für die Jahre 2022/23 geplant ist die gründliche Sanierung für rund 2,8 Millionen Euro, von denen die Gemeinde 45 Prozent, das sind 1,251 Millionen Euro, aus Bundesmitteln erhält.

Schon vor einem Jahr war die Gemeinde Adendorf in das Bundesprogramm "Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur" aufgenommen worden. Im November 2020 wurde dann der förmliche Antrag gestellt, vor wenigen Tagen traf der erste Förderbescheid im Adendorfer Rathaus ein. Damit können nun erste planerische Leistungen für die Sanierung vergeben werden.

Arbeitsgruppe soll Planer beraten

Einstimmig sprachen sich die Ausschussmitglieder dafür aus, dem Verwaltungsausschuss zu empfehlen, für die Baumaßnahme eine Arbeitsgruppe einzurichten. In der sollen unter anderem Bürgermeister Thomas Maack (SPD), Ratsmitglieder, Verwaltung sowie Vertreter des Fördervereins Baden in Adendorf und der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) vertreten sein. Im Zuge der Sanierung des 1974 eröffneten Freibads sind unter anderem umfangreiche Arbeiten an den Becken sowie am Eingangs-, Umkleide- und Sanitärbereich vorgesehen.

Als Revier für Spaziergänger und Hundefreunde ist die Teichaue schon seit Jahren beliebt, künftig soll die Grünfläche auch als Sportstätte mehr genutzt werden. Schon der im Herbst 2020 verabschiedete Sportentwicklungsplan der Gemeinde Adendorf sieht das für die Teichaue vor.

Fitness-Parcours in der Teichaue

Zur Sitzung des Ausschusses für Kultur, Sport, Freizeit und Tourismus stellten die SPD-Fraktion und die Gruppe CDU/FDP in Abstimmung mit dem Bürgerverein Adendorf den Antrag, dort einen Fitness-Parcours einzurichten. Einstimmig empfahlen die Ausschussmitglieder dem Verwaltungsausschuss, die Verwaltung zu beauftragen, die Möglichkeiten zu prüfen.

Große Pläne mit der Skateranlage am Scharnebecker Weg haben die Adendorfer Grünen. Karl-Heinz Zcernikow beantragte für die Fraktion die "Modernisierung und den Ausbau ... zu einem Skatepark" und die Umsetzung schon für das Frühjahr 2022.

Skateranlage nicht mehr zeitgemäß

Dass die 2001 errichtete Anlage nicht mehr "zeitgemäß" sei, räumt Bürgermeister Maack auf LZ-Anfrage ein. Aber man könne nicht "alles auf einmal machen", erklärt Fachbereichsleiter Holger Schölzel, verweist auf große Vorhaben wie die Sanierung von Freibad und Eishalle und den Bau einer Sport-Kita. Ausschuss und Verwaltung wollen sich nun zunächst vor Ort treffen, um sich ein Bild vom Zustand der Anlage zu machen.

In seiner Funktion als Schriftführer des Fördervereins Baden in Adendorf berichtete Schölzel über die Aktivitäten des vor drei Jahren gegründeten Vereins, dem mittlerweile 50 Mitglieder angehören. Auch in der zurückliegenden, von Corona geprägten, Saison 2020 habe der Verein die Gemeinde als Badbetreiber unterstützt. So wurden unter anderem 278 Arbeitsstunden für die Umsetzung der Corona-Auflagen geleistet worden.

Mit mehr als 16.000 Euro wurde die Gemeinde seit Vereinsgründungfinanziell unterstützt, im diesem Jahr sollen durch den Verein unter anderem zwölf zusätzliche Schwimmkurse für Kinder angeboten werden.

Von Ingo Petersen

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