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Luisa Knieling absolvierte ihr Studium mit Auszeichnung. (Foto: privat)
Luisa Knieling absolvierte ihr Studium mit Auszeichnung. (Foto: privat)

Leitfaden für Kindern mit Autismus-Spektrum-Störung entwickelt

Ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) in der Psychiatrischen Klinik Lüneburg (PKL) brachte sie auf die richtige Spur: Luisa Knieling sieht ihre berufliche Zukunft im Bereich Sozialarbeit und Kinder- und Jugendpsychiatrie.

Lüneburg. Mittlerweile hat sie ihren Bachelor in der Tasche und freut sich auf ihre erste Anstellung im Jugendamt Bergedorf. Gut, aber eigentlich nichts Besonderes. Doch der Weg dahin wurde mit zwei Preisen für ihre Bachelor-Arbeit gekrönt.

Nach dem Abi an der Herderschule wusste Luisa Knieling nicht genau, wie es weitergehen soll. Ein Praktikum sollte ihr Orientierung geben, und das absolvierte sie als FSJ-lerin in der Kinder- und Jugendpsychiatrie der PKL. Begeistert von der multiprofessionellen Arbeit, wurde ihr alsbald klar: Das ist es.

Bachelor-Arbeit weckte besondere Aufmerksamkeit

Doch auf Universität hatte sie keine Lust. „Mir ist es in der Schule immer schwer gefallen, zuzuhören“, erzählt sie. Selbstständiges Lernen liege ihr mehr. Ein Fernstudium war die Lösung. „Ich habe auch kein Problem, mich selbst zu motivieren“, ergänzt sie.

Sie entschied sich für die IUBH, die Internationale Universität Bad Honnef, die in ganz Deutschland Standorte zur Betreuung hat, wählte „Soziale Arbeit“ als Studienfach. Mit ihrer Bachelor-Arbeit weckte sie besondere Aufmerksamkeit, Thema: „Die Inklusion von Kindern mit Autismus-Spektrum-Störung – Möglichkeiten und Grenzen am Beispiel von Kindertagesstätten in Niedersachsen“.

Leitfaden entwickelt, den es in Niedersachsen noch nicht gab

Darin entwickelte sie einen einheitlichen Leitfaden, den es in Niedersachsen bis dato noch nicht gab. Die Mühe hat sich gelohnt, denn für diese Bachelor-Arbeit erhielt sie den 1. Preis im Fachbereich Diversity seitens der IUHB deutschlandweit sowie eine Prämie von 500 Euro. Der zweite Preis ist der Best-Thesis-Award der IUHB, der ihre Abschlussarbeit deutschlandweit als beste des Jahrgangs – unabhängig vom Thema – auszeichnet. Dieser wurde mit 250 Euro belohnt.

Autismusverein und hat Interesse an Publizierung gezeigt

Nun hofft die 23-Jährige, dass dieser Leitfaden auch Anwendung findet. Ein Autismusverein und Fachzeitschriften haben schon Interesse an einer Publizierung gezeigt. Doch jetzt erst einmal steht der Umzug nach Hamburg an und die Freude auf die erste eigene Wohnung.

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