Samstag , 3. Dezember 2022
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Zwei Männer in Dinosaurier-Kostümen im Wald
Zwei Stunden lang sind zwei seltene Tyrannosaurus-Exemplare am vergangenen Wochenende durch Bienenbüttel gestromert. Unter der rostbraunen Nylon-Haut der spitzzähnigen Urzeit-Geschöpfe steckten Dirk Kruse und Timo Pahlke. (Foto: phs)

Auf der Jagd nach einem Lächeln

Da haben die Bienenbütteler nicht schlecht gestaunt: Zwei Stunden lang sind zwei seltene Tyrannosaurus-Exemplare am vergangenen Wochenende durch das Zentrum der Einheitsgemeinde gestromert. Unter der rostbraunen Nylon-Haut der spitzzähnigen Urzeit-Geschöpfe steckten Dirk Kruse und Timo Pahlke. Was sich die beiden Freunde dabei gedacht haben? Die LZ hat nachgehakt.

Bienenbüttel. In Bienenbüttel sind die Dinos los. Zwei Stunden lang sind zwei Exemplare des fleischfressenden Tyrannosaurus zuletzt am vergangenen Sonntagabend durch das Zentrum der Einheitsgemeinde gestromert – nicht etwa auf der Suche nach Nahrung, sondern lächelnden Gesichtern. Und sie könnten es jederzeit wieder tun: Denn unter der rostbraunen Nylon-Haut der spitzzähnigen Urzeit-Geschöpfe stecken zwei Männer mit Mission: Dirk Kruse und Timo Pahlke.

Eine schweißtreibende Angelegenheit

„Unser Ziel ist es, den Leuten in Coronazeiten einfach mal ein Grinsen zu entlocken“, erklärt Timo Pahlke. Eine schweißtreibende Angelegenheit, denn: Bei mehr als 25 Grad erwies sich die nigelnagelneue Halloween-Kostümierung beim Testlauf als äußerst schlecht temperiert. „Aber das war es wert“, sagt der 30-Jährige. „Für den guten Zweck muss man eben auch mal Opfer bringen.“

Stopps für Smartphone-Schnappschüsse und Gespräche

Ihr gemeinsamer Streifzug führte Pahlke und Kruse von der Uelzener Straße über die Bahnhofstraße bis zur Ilmenaustraße – mit gelegentlichen Stopps für Smartphone-Schnappschüsse und Gespräche mit neugierigen Passanten. Wer angesichts der Absurdität nicht sofort in schallendes Gelächter ausgebrochen sei, habe spätestens nach zwei Sätzen mit den Dickhäutern die Zähne gezeigt, berichtet Pahlke. „Es lief viel besser, als wir uns das vorgestellt hatten.“

Die Idee kam den beiden, als sie vor einigen Wochen auf ein Video im Netz stießen, das einen zweibeinigen „Saurier“ zeigt, der während der nächtlichen Ausgangssperre in Mülheim an der Ruhr in eine Polizeikontrolle geraten war. Nun sei es ganz und gar nicht ihr Ansinnen, sich wie der Kollege aus dem Ruhrgebiet geltender Corona-Vorgaben zu widersetzen, betonen die beiden Bienenbütteler.

Das Kostüm aber habe es ihnen angetan. Die Freunde googelten, fanden und bestellten. Motto: Wäre doch gelacht, wenn sie die Bienenbütteler damit nicht zum Lachen bringen könnten.

Nächster Streifzug durch Bienenbüttel geplant

Und weil ihr Plan beim Testlauf am Sonntag so gut aufging, planen Kruse und Pahlke bereits ihren nächsten Streifzug als Dinosaurier. Wann es losgeht, steht noch nicht fest. Pahlke verrät nur soviel: „Da wollen wir dann schon etwas früher los, damit uns auch die Kleinen sehen können und noch mehr Leute in Bienenbüttel einen Grund zum Lachen haben.“

Von Anna Petersen

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