Dienstag , 6. Dezember 2022
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Archivbild: Geschäftsführerin des Lüneburger Tierheims, Franziska John. (Foto: t&w)

Tierheim beantragt Corona-Hilfe

Mit einer Einmalzahlung unterstützt der Bund Tierheime in Deutschland. Auch in Lüneburg fehlen Einnahmen aus Spenden und Veranstaltungen. Andere hat es da aber viel schlechter getroffen.

Lüneburg. Würde man Deutschlands Tierheim-Betreiber fragen, welche Bilanz sie aus der Corona-Zeit ziehen, wäre ihre Antwort wohl zweigeteilt: Positiv, weil viele Hunde und Katzen vermittelt werden konnten, negativ, weil Spenden rückläufig waren, weitere Einnahmen durch Tage der offenen Tür, Feste oder Flohmärkte nicht generiert werden konnten.

Nun will der Bund den 550 Einrichtungen zwischen Flensburg und Garmisch-Partenkirchen unter die Arme greifen. Auch das Lüneburger Heim möchte seinen Anteil bekommen.

Antrag bis 24. Mai

Insgesamt fünf Millionen Euro hat Umweltministerin Svenja Schulze zur Unterstützung der Corona-bedingten Betriebskostenlücke bereitgestellt, das sind ein einmaliger, nicht zurückzuzahlender Zuschuss in Höhe von 7.500 Euro für jede Adresse. Noch bis zum 24. Mai kann ein entsprechender Antrag gestellt werden.

„Auch wir haben dieses Programm beantragt“, sagt Franziska John, Geschäftsführerin der Tierheim Lüneburg gGmbH. „Aufgrund der Corona-Pandemie haben wir einen hohen Einbruch an Spendengeldern sowie fehlende Einnahmen durch Veranstaltungen zu verzeichnen und freuen uns daher sehr über diese Möglichkeit. Das ist uns eine sehr große Hilfe.“

Abgesichert durch GmbH und Stiftung

Im Vergleich zu anderen Einrichtungen bundesweit sieht sich das Lüneburger Tierheim allerdings grundsätzlich gut aufgestellt: Es habe das große Glück, als Gesellschaft mit beschränkter Haftung, deren Erträge für gemeinnützige Zwecke verwendet werden, operieren zu können. „Und im Zweifel springt die Stiftung ein, wenn wir am Ende des Jahres kein Geld mehr zur Verfügung haben“, macht Franziska John deutlich.

Diese Gelder seien an sich aber für Investitionen gedacht, „sodass wir nur ungern an den ‚Spartopf‘ herangehen“, erklärt die Geschäftsführerin, die betont: „Andere Tierheime sind da leider schlechter aufgestellt, weswegen es wir uns sehr freuen, dass es den Zuschuss für jedes Tierheim gibt.“

Mit einer Einmalzahlung unterstützt der Bund Tierheime in Deutschland. Auch in Lüneburg fehlen Einnahmen aus Spenden und Veranstaltungen. Andere hat es da aber viel schlechter getroffen.

Von Ute Lühr

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