Mittwoch , 30. November 2022
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Enkeltrick
Vor den sogenannten "Schockanrufen" und vor dem sogenannten "Enkeltrick" (aber auch vor Anrufen von Falschen Polizeibeamten" und anderen Betrügern) am Telefon warnt aktuell die Polizei in der Region mit Nachdruck. (Foto: A/polizei)

Schockanrufer & Enkeltrick: Polizei warnt erneut vor Telefonbetrügern

Aktuell gehen bei der Polizei vermehrt Hinweise über sogenannte Schockanrufe ein. Mehrere Betrugsmaschen kursieren. Und wie immer sind ältere Mitbürger im Visier. Die Polizei gibt Tipps.

Lüneburg. Es ist eine miese Masche, mit der Betrüger leider immer wieder Erfolg haben. Deswegen warnt die Polizei mit Nachdruck vor sogenannten "Schockanrufen" und vor dem sogenannten "Enkeltrick" (aber auch vor Anrufen von Falschen Polizeibeamten" und anderen Betrügern) am Telefon. Nachdem sich am Mittwoch in allen drei Landkreisen (Lüneburg, Lüchow-Dannenberg und Uelzen) erneut mehr als Dutzend zum größten Teil ältere Bürgerinnen und Bürger aus der Region bei der Polizei meldeten und von verschiedenen betrügerischen Anrufen berichteten, bittet die Polizei um Sensibilität.

Dabei wurden am Mittwoch unabhängig voneinander zwei Seniorinnen in Adendorf angerufen. Dort hatte sich eine unbekannte Frau mit verheulter Stimme und unterdrückter Rufnummer gemeldet und angegeben sie hätte einen schweren Unfall gehabt, sei nun bei der Polizei und bräuchte dringend Geld. Die älteren Frauen gingen nicht darauf ein und verständigten die Polizei.

"Kevin" brauchte dringend 18.000 Euro

Parallel wurden in Schnega (Landkreis Lüchow-Dannenberg) zwei ältere Frauen ebenfalls angerufen: Dort meldete sich ein unbekannter Mann unter anonymer Telefonnummer an und gab sich jeweils als ein Familienangehöriger aus, der aufgrund eines Verkehrsunfalles zur Begleichung zivilrechtlicher Ansprüche dringend 25.000 Euro benötige. Auch hier wurden jeweils die Angerufenen stutzig und lehnten eine finanzielle Unterstützung ab.

In Rätzlingen (Landkreis Uelzen) meldete sich bei einer Seniorin telefonisch ebenfalls ein angeblicher Enkel. "Kevin" bräuchte dringend 18.000 Euro für den Kauf einer
Wohnung; ein Kumpel wolle zur Abholung vorbeikommen. Auch hier reagierte die betroffene Seniorin umsichtig.

In diesem Zusammenhang appelliert die hiesige Polizei erneut an Kinder, Lebenspartner und Angehörige von älteren Menschen: "Sprechen Sie aktiv über diese Betrugsmaschen und vereinbaren Sie Verhaltensweisen bzw. Gespräche miteinander bei möglichen Anrufen! Werden Sie aktiv! Es ist Ihr Erbe/Vermögen, welches in die falschen Hände gerät." lz

Hier einige Tipps zum Schutz:

Seien Sie misstrauisch

  • (be-) Sprechen Sie (sich) mit Ihren Angehörigen - Ziehen Sie eine Vertrauensperson hinzu.
  • Geben Sie unbekannten Personen keine Auskünfte über Ihre Vermögensverhältnisse oder andere sensible Daten.
  • Öffnen Sie unbekannten Personen nicht die Tür.
  • Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an unbekannte Personen, angebliche Mitarbeiter von Polizei, Staatsanwaltschaften, Gerichten oder Geldinstituten.
  • Wenn Sie Opfer eines solchen Anrufes geworden sind, wenden Sie sich in jedem Fall an die Polizei und erstatten Sie eine Anzeige.