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Amelinghausen und Ilmenau sollen bei der Landtagswahl dem Wahlkreis Soltau zugeordnet werden. (Grafik: Landeswahlleitung)

Zwei Wahlkreise in Lüneburg sind das Ziel

Lüneburg. Die Neuordnung der Wahlkreise hat auch den Lüneburger Stadtrat beschäftigt. Die Grünen-Fraktion brachte bei der Sitzung am Donnerstagabend einen Dringlichkeitsantrag für eine Resolution ein. Danach soll die Planung, wonach die Samtgemeinden Ilmenau und Amelinghausen dem Wahlkreis Soltau zugeschlagen werden, überdacht und gestoppt werden. „Wir sehen uns als Oberzentrum, deshalb müssen wir uns als Stadt solidarisch mit den Samtgemeinden zeigen“, betonte Jule Grunau (Grüne). Dringlichkeit sei geboten, weil sonst eine politische Fehlentscheidung getroffen werde, argumentierte sie.

Andrea Schröder-Ehlers (SPD) schlug eine Änderung des Antrages vor, denn gesetzlich sei festgelegt, dass der Wahlkreis gerändert werden muss, da die zulässige Bevölkerungszahl überschritten ist. Der Text des geänderten Antrags lautet: „Die Samtgemeinden Ilmenau und Amelinghausen dürfen nicht dem Wahlkreis Soltau zugeordnet werden. Der Rat der Hansestadt Lüneburg fordert den Landtag auf, spätestens zur Landtagswahl 2027 eine umfassende Wahlrechtsreform vorzunehmen und für den Landkreis Lüneburg zwei Wahlkreise zu schaffen.“

Die große Mehrheit des Rates stimmte diesem Antrag am Ende zu. wko

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