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Climacamp
Das Archivbild zeigt Robert und Mika, die dem Organisationsteam des Klimacamps im Oktober 2020 angehörten. (Foto A/t&w)

Im Kurpark fürs Klima campen

Die Idee für das erste Klima-Camp entstand im Juni 2020, als sich die Gruppen Extinction Rebellion, Fridays for Future, Klimakollektiv, Junepa und Janun zusammensetzten und beschlossen, gemeinsam eine Veranstaltung zu organisieren. Die zweite Aktion findet nun im Juni 2021 statt. Unter dem Motto „Global Denken – lokal campen“ soll das Camp im südlichen Teil des Kurparks eine kritische Auseinandersetzung mit sozialen und ökologischen Herausforderungen fördern.

Lüneburg. Vom 17. bis 20. Juni soll es im Lüneburger Kurpark ein Camp für Klimagerechtigkeit geben. Nach einem Kooperationsgespräch zwischen den Organisatoren, der Polizei und Vertretern der Stadtverwaltung gab es jetzt die offizielle Genehmigung. Unter dem Motto „Global Denken – lokal campen“ soll das Camp im südlichen Teil des Kurparks eine kritische Auseinandersetzung mit sozialen und ökologischen Herausforderungen fördern, Lösungsansätze erfahrbar machen und zu einer nachhaltigen Vernetzung von lokalen Initiativen beitragen, heißt es von den Veranstaltern. Vier Tage lang gebe es zudem ein vielfältiges Programm, alle Lüneburger seien zur Mitgestaltung eingeladen.

Das Bundesverfassungsgericht erklärte jüngst das Klimaschutzgesetz für teilweise verfassungswidrig. Catherine Koch vom Organisationsteam des Camps sagt: „Das Urteil bestärkt uns in unserem Vorhaben. Bisherige politische Maßnahmen sind vollkommen unzureichend. Damit das Erd-Klimasystem stabilisiert werden kann, braucht es radikale Veränderungen. Diese müssen jetzt eingeleitet werden, um massive Grundrechtseinschränkungen nach 2030 abzuwenden. Wir wollen einen sicheren Austausch- und Vernetzungsraum kreieren, in dem wir miteinander lernen und diskutieren können wie gerechter, überfälliger Klimaschutz gelingen kann.“

Jeder der mag, kann sich beteiligen

Die Auswirkungen der Klimakrise seien grundlegend und würden künftig noch fundamentaler sein. Gerade deswegen sei es für das Organisationsteam ein zentrales Anliegen, lokale Initiativen und die breite Lüneburger Öffentlichkeit gleichermaßen anzusprechen. „Das Klima-Camp ist erfolgreich, wenn die lokale Klimagerechtigkeitsbewegung langfristig vernetzt und gestärkt daraus hervorgeht und Menschen aus unterschiedlichen Lebensrealitäten gemeinsam über Aspekte von Klimagerechtigkeit lernen und diskutieren“, lautet die Maxime.

Die Anzahl der Unterstützer sei bereits jetzt beachtlich, dürfe aber gern weiterwachsen, heißt es. Kontakt zum Organisationsteam: info@klimacamp-lueneburg.de lz

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Klimacamp im Kurpark: „Jetzt schon die Utopie leben“

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