Freitag , 2. Dezember 2022
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Lukas Klaasen
Lukas Klaasen ist seine Runde schon gelaufen. Die Veranstalter hoffen auf 200 Teilnehmer. (Foto: t&w)

Spendenlauf der Uni soll Auswirkungen der Pandemie auffangen

Geld sammeln für Studenten, die durch die Corona-Pandemie in finanzielle Notlagen geraten sind: Das ist möglich beim Spendenlauf der Leuphana. Von Freitag, 28., bis einschließlich Montag, 31. Mai, findet dieser unter dem Motto #leupht statt, gelaufen werden kann eine selbstgewählte Route oder auf dem Campus. Interessierte müssen sich nicht einmal selbst um Sponsoren kümmern.

Lüneburg. Wer an diesem Wochenende laufen möchte, kann nicht nur sich selbst etwas Gutes tun, sondern auch den niedersächsischen Studenten und Studentinnen, die durch die Corona-Pandemie in eine finanzielle Notsituationen gekommen sind: Unter dem #leupht organisiert der Allgemeine Studierenden Ausschuss (AStA) gemeinsam mit einigen Fachschaften der Leuphana einen Spendenlauf. Mitlaufen kann jeder, der sich mit der Universität und dem Zweck der Spende verbunden fühlt.

"Wir haben über das Jahr hinweg viel mitbekommen und es hat sich schnell herauskristallisiert, dass die Finanzierung für Studis ein großes Problem ist und überhaupt nicht funktioniert", erklärt AStA-Sprecherin Lena Trilsbeek. Die Überbrückungshilfen des Bundes seien kompliziert und unzureichend, beklagt sie, viele Studenten seien durch die Situation psychisch belastet.

Spenden gehen an Nothilfefonds

"Dann haben wir herausgefunden, dass das Studentenwerk Ost Niedersachsen einen Nothilfefonds eingerichtet hat, um Studis unbürokratisch Unterstützung zu bieten." Über eine Sozialberatung werde geschaut, wie in dem jeweiligen Fall geholfen werden könne und was gebraucht werde. Diesen Ansatz wollten die Fachschaften und der AStA unterstützen – doch, Trilsbeek erklärt: "Wir selbst dürfen als Studierendenschaft nicht spenden und wollten das deshalb extern regeln, weil wir Studis in dieser schwierigen Zeit unterstützen wollen." So entstand die Idee eines Spendenlaufs.

Laufen auf dem Campus oder eigene Route

Wer mitlaufen möchte, hat zwei Möglichkeiten: Entweder, man sucht sich selbst Sponsoren, die eine selbst gewählte Summe pro gelaufenen Kilometer zahlen. Oder man weist seine gelaufenen Kilometer beim AStA nach, damit diese in das Gesamtergebnis einfließen: Dafür spenden dann mehrere Unternehmen eine vorher festgelegte Summe. Wer also ohnehin laufen gehen möchte, muss weder selbst Sponsoren organisieren, noch seine übliche Runde ändern: "Wir haben eine zentrale Route am Campus, aber auch eine dezentrale Version: Jeder kann dort laufen, wo er oder sie möchte." Der Lauf muss lediglich auf dem Handy dokumentiert werden und beim AStA eingereicht werden.

"Manche Unternehmen spenden auch einen Festbetrag, allein dadurch sind uns jetzt schon 2000 Euro sicher", erzählt Lena. Wie viele Menschen an dem Lauf teilnehmen, kann Trilsbeek noch nicht abschätzen. Sie hofft auf mindestens 150 bis 200 Teilnehmer.

Mehr Informationen gibt es unter: www.asta-lueneburg.de/projekte/spendenlauf

Von Lilly von Consbruch

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