Samstag , 3. Dezember 2022
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Sehbehinderte
Erika Bünger und Sascha Paul machen mit bunten Mützen auf ein Problem für Sehbehinderte aufmerksam: Graue Poller sind nicht zu erkennen und bergen deshalb eine Verletzungsgefahr. (Foto: t&w)

Poller bergen Gefahr für Sehbehinderte

Für sehende Menschen sind Poller kein Problem – für sehbehinderte Menschen allerdings schon. Sie können die grauen Pfähle nicht sehen und laufen deshalb oft dagegen. Um darauf aufmerksam zu machen hat der Blinden- und Sehbehindertenverband eine Aktion gestartet.

Lüneburg. Mit rot-weiß-gestreiften Mützen macht der Regionalverein Nord-Ost-Niedersachsen des Blinden- und Sehbehindertenverbands Niedersachsen am Stint bei der Abtsmühle auf die Gefahr von Pollern aufmerksam. Der Vorsitzende Sascha Paul erklärt: "Wenn die Witterung schlecht ist, können sehbehinderte Menschen die Poller nicht erkennen – und laufen dagegen. Das kann sehr schmerzhaft sein."

Kontrastreiche Streifen können helfen

Um der Verletzungsgefahr vorzubeugen, brauche es Kontraste. "Es muss nicht rot und weiß sein", sagt Paul, wohl aber brauche es zwei kontrastreiche Streifen in unterschiedlicher Höhe. Grelle Farben seien allerdings am besten, betont Pauls Stellvertreterin Erika Bünger. In über 100 Städten fand die landesweite Aktion statt. Der Regionalverein möchte nun mit der Stadt ins Gespräch kommen, um möglichst alle Poller im Stadtgebiet sicherer für Sehbehinderte zu gestalten. "Und es ist kein Argument, dass die Farbe das Stadtbild verschandeln würde", betont Paul: "Es gibt so viel Farbe in der Stadt, warum also nicht auch, um die Leute zu schützen?" lvc

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