Dienstag , 6. Dezember 2022
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Die Arena Lüneburger Land wird später fertig als zuletzt geplant. Ein Grund sind Lieferengpässe. (Foto: be)
Die Arena Lüneburger Land wird später fertig als zuletzt geplant. Ein Grund sind Lieferengpässe. (Foto: be)

Arena Lüneburger Land wird später fertig und teurer

Lieferengpässe, Mehrkosten und ein Eröffnungstermin, der möglicherweise nicht zu halten ist: Planer und Projektsteuerer kommen kurz vor der Fertigstellung der Arena Lüneburger Land noch einmal kräftig ins Schwitzen.

Lüneburg. Die Bauarbeiten für die Arena Lüneburger Land befinden sich zwar auf der Zielgeraden, doch noch ist die Leidenszeit der Verantwortlichen für den Bau und auch der künftigen Betreiber nicht zu Ende. Kräftig gestiegene Materialkosten, lange Lieferzeiten und zusätzliche Ausgaben machen Projektsteuerern und anderen Beteiligten aktuell das Leben schwer. Feststeht bislang: Die Kosten für das Millionenprojekt werden noch einmal steigen, und der 31. Juli als Übergabetermin an den Landkreis als Bauherrn ist nicht mehr zu halten. Das wurde am Dienstag bei der Sitzung des Hochbauausschusses des Kreistags in der Lüneburger Ritterakademie deutlich.

Unklar bliebt allerdings, ob mit dem verschobenen Übergabetermin auch die für den 20. August geplante Eröffnung der Eventhalle ins Wasser fällt. "Derzeit laufen die Gespräche mit der Campus Management GmbH, die die Halle für uns betreiben wird", sagte auf LZ-Anfrage Lüneburgs Kreisrätin Sigrid Vossers, zugleich Geschäftsführerin der kreiseigenen Betriebsgesellschaft Arena Lüneburger Land.

Zuvor hatte Projektsteuerer Ronald Wittkopf dem Ausschuss berichtet, dass er mit einer Verzögerung von vier bis acht Wochen für die Gesamtfertigstellung rechne. Davon betroffen sein könnten ihm zufolge auch Teile der Innenausstattung wie der Tresenbau. Ein Grund für die Verzögerungen sind Lieferengpässe für benötigtes Material.

Gleichzeitig muss der Landkreis mit unvorhergesehenen Kosten von geschätzt 400.000 Euro rechnen. Damit stiegen die Ausgaben für die Arena auf rund 23,8 Millionen Euro. Entsorgen muss der Landkreis auf dem Grundstück gelagerten Bodenaushub (250.000 Euro) und Material der angelegten Baustraße (150.000 Euro). Ursprünglich habe der Bodenaushub im Zuge des Baufortschrittes auf dem Grundstück verwendet werden sollen. "Ein aktuelles Gutachten hat jedoch ergeben, dass der Boden entsorgt werden muss", sagte Wittkopf. Ebenso verhält es sich mit dem Baustraßenmaterial. Der Untergrund der Baustraße hätte eigentlich auch als Untergrund für die Außenanlagen verwendet werden sollen – doch auch dies ist nicht möglich. "Geliefert wurde offenbar nicht, was auf dem Lieferschein stand oder bestellt wurde", sagte der Projektsteuerer. "Aktuell prüfen wir in beiden Fällen noch, was in der Vergangenheit gelaufen ist."

Von Malte Lühr

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