Lüneburg vorbereitet auf weitere Lockerungen

Wie in Lüneburg hat sich in ganz Niedersachsen die Corona-Lage entspannt, kein Kreis liegt in der Wocheninzidenz mehr über 20. Das Land plant weitere Lockerungen - und unser Kreis schafft die Voraussetzungen dafür. Doch es gibt auch mahnende Stimmen.

Lüneburg. Eine neue Corona-Verordnung für Niedersachsen ist in Sicht. Voraussichtlich ab Montag, 21. Juni, will das Land viele der bisher geltenden Einschränkungen lockern. Den Verordnungstext mit den konkreten Regelungen will das Land am Wochenende veröffentlichen.

Lüneburg seit dem 7. Juni mit Inzidenz unter 10

So sollen bei einer Inzidenz unter 10 private Treffen mit mehr Menschen erlaubt sein: Drinnen dürfen sich dann bis zu 25, draußen sogar 50 Personen treffen. Bei Feierlichkeiten wie Hochzeiten soll es keine begrenzte Teilnehmerzahl mehr geben, sofern die Beteiligten negativ getestet, geimpft oder genesen sind. Die Regel, dass nicht mehr als drei Haushalte zusammenkommen dürfen, soll komplett entfallen.

Damit die Lockerungen unmittelbar im Landkreis Lüneburg umgesetzt werden können, hat die Kreisverwaltung die notwendige Voraussetzung geschaffen: Sie veröffentlicht rechtzeitig zum Wochenende eine Allgemeinverfügung mit der Feststellung, dass für den Landkreis Lüneburg seit dem 7. Juni ein Inzidenzwert von unter 10 errechnet ist. Nur in Kombination mit der offiziellen Mitteilung des Landkreises kann die Sonderregelung greifen.

Warnung vor der Delta-Variante

Einige Punkte sind aber noch umstritten. So bemängelt der Niedersächsische Städtetag laut der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung, dass etwa an der Maskenpflicht auf Wochenmärkten festgehalten werden solle, und fordert weitere Lockerungen für Freibäder und den Sport.

Umgekehrt werden auch Warnungen laut. Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, befürchtet, dass die Delta-Variante auch in Deutschland bald wieder - wie jetzt schon in Großbritannien - für steigende Inzidenzwerte sorgen könnte. Vor diesem Hintergrund rät Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) rdeutschen Fußballfans von Reisen nach London ab, wo die Halbfinalspiele und das Finale der Fußball-EM steigen. saf