Mittwoch , 22. September 2021
Der Landkreis fördert auch Ferienfreizeiten für finanziell schlechter gestellte Familien. (Foto: Landkreis)
Der Landkreis fördert auch Ferienfreizeiten für finanziell schlechter gestellte Familien. (Foto: Landkreis)

Ein großes Paket für Kinder

Die Lüneburger Kreisverwaltung stellt 250.000 Euro zur Linderung der Corona-Folgen bei Kindern und Jugendlichen bereit. In Abstimmung mit Kommunen, Vereinen und Verbänden entwickelt der Landkreis ein breit angelegtes Programm.

Lüneburg. Mehr als ein Jahr lang hat die Corona-Pandemie Kinder und Jugendliche stark eingeschränkt. Viele von ihnen leiden unter psychischen Folgen; soziale Kompetenzen und Persönlichkeitsentwicklungen blieben oft auf der Strecke. Um sie in dieser Situation nicht allein zu lassen, hat der Kreistag in seiner jüngsten Sitzung einen Beschluss gefasst: Der Landkreis entwickelt in Abstimmung mit Kommunen, Vereinen und Verbänden ein Programm zur 29Linderung der Corona-Folgen: 250.000 Euro stellt die Kreisverwaltung dafür bereit.

Das Geld soll unter anderem dafür eingesetzt werden, dass sich alle relevanten Träger in den Sozialräumen mit Projekten einbringen. „Hier ist alles denkbar, was Kindern und Jugendlichen hilft, die psychischen und sozialen Folgen aus der Corona-Zeit abzumildern und ihnen Hilfestellungen zur Rückkehr in eine unbeschwerte Kindheit und Jugend zu ermöglichen“, so Yvonne Hobro, Fachbereichsleiterin Soziales. „Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt.“ Diese Fördermöglichkeiten hält der Landkreis bereit:

Ferienprogramme der kommunalen Jugendzentren:

Ob Flossbau, Draisinenfahrt oder Tierpark – die Jugendpflegen der Kommunen bieten Kindern und Jugendlichen abwechslungsreiche Angebote in den Sommerferien an. Damit die Ausflüge für die Teilnehmenden kostengünstig sind, können die Veranstalter Fördergelder des Landkreises beantragen. Eine Übersicht über die Sommerferienprogramme bieten die jeweiligen Jugendzentren.

Schwimmförderung und Seepferdchenkurse:

Immer weniger Kinder können schwimmen – in Zeiten von Corona hat diese Tendenz weiter zugenommen. Der Landkreis unterstützt gemeinnützige Institutionen und Vereine, die einen Seepferdchenkurs anbieten, pro angemeldetes Kind erhalten die Einrichtungen zehn Euro.

Ferienfreizeiten für finanziell schlechter gestellte Familien:

Um auch Kindern und Jugendlichen aus ärmeren Familien Urlaubserlebnisse zu ermöglichen, bietet der Landkreis den Familien eine finanzielle Förderung von bis zu 400 Euro.

Kulturelle Bildungsförderung:

Nach langer Zeit der „Bildschirm-Bildung“ können Kinder endlich wieder mit allen Sinnen spielerisch und erlebnisreich lernen. Schon jetzt – also vor Start der Sommerferien – sind Besuche von Theater, Museen oder Bildungseinrichtungen wie dem Umweltbildungszentrum SCHUBZ innerhalb des Landkreises möglich. Der Landkreis übernimmt dabei Workshop-Kosten bis zu 200 Euro, die Fahrten mit Bus oder Bahn sowie Eintrittsgelder ab einer Höhe von 2,50 Euro zur Hälfte. Die Förderung kann nur durch Kitas und Schulen beantragt werden. Eltern und Fördervereine können gerne in der Einrichtung auf die Möglichkeit hinweisen oder bei der Antragstellung unterstützen.

Corona Restart Kultur:

Für den Besuch von Kunst und Kultur bedarf es kreativer Einrichtungen. Diese aber sind aufgrund der Corona-Pandemie stark an ihre Belastungsgrenze gekommen. Die Förderrichtlinie unterstützt deshalb Kultureinrichtungen, die beispielsweise Neuanschaffungen für den Wiedereinstieg planen. Die maximale Fördersumme liegt pro Antrag bei 2500 Euro.

„Zum Sommer und zu den Ferien gehören Abenteuer und Erlebnisse – in diesem Jahr wünschen wir uns stärker als je zuvor diese Momente zurück“, sagt Landrat Jens Böther. „Umso wichtiger ist es, dass nach all den Einschränkungen und Anstrengungen so viele Menschen wie möglich wieder in den Alltag tauchen können. Mit unseren Fördermöglichkeiten will der Landkreis Lüneburg auf diesem Weg unterstützen.“ lz

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