Samstag , 18. September 2021
Alkoholverbot Leuphana
Das Mitbringen und Konsumieren alkoholischer Getränke auf allen Freiflächen des Campus ist ab 21 Uhr verboten. (Foto: t&w)

Wo soll Lüneburgs Jugend denn hin?

Die Uni hatte mit Wirkung vom 1. Juli ein Verbot „für das Mitbringen und Konsumieren alkoholischer Getränke auf allen Freiflächen des Campus ab 21 Uhr“ verhängt.  Das sorgt für Diskussion.

Lüneburg. Die Entscheidung der Universität, auf ihrem Gelände das Mitbringen und den Konsum von alkoholischen Getränken nach 21 Uhr zu verbieten, sorgt in Zusammenhang mit dem bereits bestehenden Alkoholverbot am Stint für Diskussionen. Das Problem der nächtlichen Ausschreitungen und Vermüllung öffentlicher Plätze werde durch solche Vorschriften nicht gelöst, sondern lediglich verlagert, sagt Grünen-Fraktionschef Ulrich Blanck. Sie wollen deshalb zur nächsten Ratssitzung am 22. Juli einen Antrag stellen. Dort soll auch die Idee eines „Respektlotsen“ diskutiert werden. Das sind ehrenamtliche, meist jüngere Menschen, die in den problematischen Bereichen unterwegs sind und dort auf einen respektvollen Umgang achten. Auch FDP-Fraktionschef Frank Soldan äußerte sich auf Facebook zu der aktuellen Debatte: Der geplante Beachclub sei zwar eine Bereicherung für Lüneburgs Kneipenszene, seiner Meinung nach bedarf es jedoch nichtkommerzieller innenstadtnaher Treffpunkte für die Jugend. Die Angebote für Jugendliche sind am heutigen Donnerstag auch Thema im Jugendhilfeausschuss der Stadt.

Wachdienst beauftragt

Die Uni hatte mit Wirkung vom 1. Juli ein Verbot „für das Mitbringen und Konsumieren alkoholischer Getränke auf allen Freiflächen des Campus ab 21 Uhr“ verhängt. Das Verbot ist zunächst befristet bis zum 30. September. Zudem hat die Leitung der Uni einen Wachdienst beauftragt. Er soll „Zuwiderhandlungen unterbinden und notfalls auch die Polizei hinzuzuziehen, um zur Durchsetzung des Verbots Platzverweise auszusprechen“. Die Leitung betonte allerdings, dass das „unangemessene Verhalten nur von einigen wenigen Besuchern ausgeht und die verantwortlichen Personen zu großen Teilen gar keine Mitglieder der Universität sind. lz

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