Samstag , 18. September 2021
Kartoffelkäfer
Hans-Jürgen Schmidt zeigt die ungebetenen Gäste in seinem Garten: Kartoffelkäfer. (Foto: t&w)

Kartoffelkäfer: Ungebetene Gäste im Garten

Leptinotarsa decemlineata lautet sein lateinischer Name, was so viel heißt wie „Zehnstreifen-Leichtfuß“, allgemein bekannt als Kartoffelkäfer. In kürzester Zeit können sie ganze Felder leer fressen. 

Embsen. Hans-Jürgen Schmidt und seine Frau Dorothea sind entnervt. Kaum ein Strauch in ihrem Garten in Embsen, auf dem es gerade nicht gelb-schwarz gestreift herumwuselt. Ein „Leichtfuß“ frisst sich gerade durch ihr Gemüse: Leptinotarsa decemlineata lautet sein lateinischer Name, was so viel heißt wie „Zehnstreifen-Leichtfuß“, allgemein bekannt als Kartoffelkäfer. „Es ist eine Katastrophe“, sagt Dorothea Schmidt, „der Garten wird kahl gefressen, alle Wände sind voll.“ Die Embsenerin vermutet, dass die Käfer von einem brachliegenden Baugebiet nahe ihres Hauses stammen. „Als es dort mit dem Bau nicht voranging, wuchsen dort Kartoffeln und Mais.“

Der Schaden ist beachtlich

Die nahe Brache mag der Startpunkt für die Invasion des Schmidt‘schen Gartens gewesen sein, die ursprüngliche Heimat der ungebetenen Gäste aber ist Mexiko. Der Kartoffelkäfer und seine Larven lieben Nachtschattengewächse wie Kartoffeln, Auberginen, Paprika, Tabak und Tomaten. In kürzester Zeit können sie ganze Felder leer fressen. Mit Saatkartoffeln breitete er sich erst in den USA, Ende des 19. Jahrhunderts auch in Europa aus. Der von ihm verursachte Schaden ist beachtlich. „Es macht keinen Spaß“, sagt Dorothea Schmidt. Doch was wirklich unangenehm ist: Es schlüpfen pro Jahr bis zu zwei Generationen. jz

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