Donnerstag , 1. Dezember 2022
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Im Juli waren in Stadt und Landkreis Lüneburg 5830 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Das sind 42 weniger als im Vormonat und 535 weniger als im Juli 2020. (Foto: t&w)
Im Juli waren in Stadt und Landkreis Lüneburg 5830 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Das sind 42 weniger als im Vormonat und 535 weniger als im Juli 2020. (Foto: t&w)

Der unübliche leichte Aufschwung auf dem Lüneburger Arbeitsmarkt

Die Zahl der Arbeitslosen in Stadt und Landkreis Lüneburg ist leicht gesunken. Das ist eigentlich unüblich für einen Juli, macht die hiesige Chefin der Agentur für Arbeit deutlich, sie liefert aber auch eine Erklärung dafür.

Lüneburg. „Nicht üblich, aber positiv“ – so fasst Kerstin Kuechler-Kakoschke, Chefin der Agentur für Arbeit Lüneburg-Uelzen, die aktuelle Arbeitsmarktentwicklung in der Region zusammen. Die Arbeitslosigkeit ging im Juli weiter zurück. Normalerweise steigt die Zahl im Sommer deutlich. Ein Grund für den gegenläufigen Trend liege in der zunehmenden Jugendarbeitslosigkeit nach Ausbildungsende. Zwar erhöhte sich im Vergleich zu Juni die Zahl der arbeitslosen Jüngeren unter 25 Jahre im gesamten Agenturbezirk um 122 (+7,7 Prozent) auf 1711 Personen, blieb damit aber um 369 Personen unter dem Vorjahresniveau.

„Bereits in den vergangenen Monaten haben wir gespürt, dass die Wirtschaft wieder an Fahrt gewinnt, denn die Arbeitskräftenachfrage zog an. Die mit sinkenden Inzidenzwerten einhergehenden Lockerungen hatten ebenfalls dazu beigetragen, dass die Arbeitslosenzahlen rückläufig waren“, analysiert Kerstin Kuechler-Kakoschke. Mit einem Einbruch des Stellenangebots rechnet sie auch in den kommenden Monaten nicht, denn Fachkräfte seien nach wie vor gesucht und begehrt.

Auch die Langzeitarbeitslosen profitieren vom Aufschwung

Im Juli waren in Stadt und Landkreis Lüneburg 5830 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Das sind 42 weniger als im Vormonat und 535 weniger als im Juli 2020. Die Arbeitslosenquote liegt damit aktuell bei 5,8 Prozent, vor einem Jahr war sie noch bei 6,4 Prozent.

Profitiert vom leichten Aufschwung im Juli haben auch die Älteren, die Langzeitarbeitslosen und die Ausländer. Bei der Gruppe 50+ fanden von den zuvor 2065 arbeitslose gemeldeten Frauen und Männern 27 eine neue Beschäftigung, bei den 2304 Langzeitarbeitslosen waren es 49, von den 1300 ausländischen Jobsuchenden waren es 30. Unbesetzt blieben im Juli 2057 Stellen.

Unter den 5622 offenen Stellenangeboten im gesamten Agenturbezirk, zu dem neben dem Landkreis Lüneburg auch die Kreise Uelzen, Harburg und Lüchow-Dannenberg zählen, kamen die meisten neuen Zugänge aus den Bereichen Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen (377 Stellen, darunter: Zeitarbeitsfirmen mit 252 Stellen), Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kfz (197 Stellen), Verarbeitendes Gewerbe (143 Stellen), Gesundheits- und Sozialwesen (118 Stellen) sowie Öffentliche Verwaltung (92 Stellen).

Bei der Kurzarbeit, probates Mittel für viele Betriebe, um gerade die Corona-Krise zu überbrücken, liegt der Agentur als aktuellste Übersichtszahlen die aus dem Januar vor. Da hatten in Stadt und Landkreis 877 Betriebe für 5788 Mitarbeiter Kurzarbeit angemeldet. Im Juli selbst sei bis zum 25. für 38 Personen neu Kurzarbeit beantragt worden. ahe

Der kompletten Arbeitsmarktreport als PDF können Sie hier herunterladen. 

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