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Blutspende
Aktuell bietet der DRK-Ortsverein Lüneburg ab Montag eine Blutspendewoche an drei Standorten in der Stadt an. (Symbolfoto: AdobeStock)

Dramatischer Mangel an Blutspenden

Das Blutspendeaufkommen in Deutschland ist aktuell sehr gering, viele Operationen und Therapien müssen verschoben werden. Aus diesem Grund bietet der DRK-Ortsverein Lüneburg drei Extra-Termine an.

Lüneburg. „Der Blutspendetermin am ersten Tag der Sommerferien war ein voller Erfolge. Neben 75 Spenderinnen und Spendern konnte das Team um unsere Vorsitzende Ilse Kröger auch elf Erstspenderinnen und Erstspender begrüßen“, berichtet Rolf Baudorff, Pressesprecher des DRK-Ortsvereins Vögelsen/Mechtersen.
Sehr erfreulich sei außerdem, dass auch viele junge Leute bereit seien zu spenden. Baudorff und all die, die sich für Blutspenden engagieren, wissen nur zu gut, dass es im Moment dramatische Engpässe gibt.

In diesem Jahr ist die Lage auch wegen der Flutkatastrophe in einigen Regionen Deutschlands sehr angespannt. „Wir sind alle aufgerufen zu helfen. Bitte gehen Sie zu den Terminen für Blutspenden in Stadt und Kreis“, ist sein Appell. Aktuell bietet deshalb der DRK-Ortsverein Lüneburg ab Montag eine Blutspendewoche an drei Standorten in der Stadt an.

Da Blut nicht künstlich herstellbar ist, werden bundesweit täglich 15.000 Blutspenden für die Versorgung von Kranken und Verletzten benötigt. Durch Blutspenden haben viele Patienten überhaupt erst eine Überlebenschance, zum Beispiel nach einem Unfall, im Rahmen einer Krebstherapie, einer Operation oder bei Blutarmut, heißt es auf der Internetseite des DRK-Blutspendedienstes NSTOB, Springe. Dieser versorgt Krankenhäuser und niedergelassene Ärzte in Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Oldenburg und Bremen (dafür steht NSTOB) und organisiert etwa 10.000 Spendetermine pro Jahr.

Auch die Pandemie hat die Situation verschärft

Alljährlich werden die Blutkonserven während der Urlaubszeit knapp, aufgrund der Corona-Pandemie hat sich die Situation verschärft. Laura Pagel vom DRK-Blutspendedienst erläutert: „Aufgrund der Pandemie mussten Kliniken immer wieder Eingriffe verschieben, um Notfallkapazitäten freizuhalten. Nachdem die Corona-Lage sich entspannt hat, werden so viele Operationen wie möglich nachgeholt, da die weitere Entwicklung schwer absehbar ist.“ Die Folge davon: Ein rasant ansteigender Bedarf an Blutpräparaten.

Dramatisch zu spitzt sich die Lage durch die Flutkatastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Laut Laura Pagels können wegen des geringen Blutspendeaufkommens die Anforderungen der Kliniken über bestimmte Blutgruppen nur noch zur Hälfte erfüllt werden. Viele Krankenhäuser berichten daher über verschobene Therapien und Operationen, weil es an Blut fehlt. Der DRK-Blutspendedienst West schlägt deshalb Alarm, Blutspenden aus ganz Deutschland sind gefragt, um den Mangel an Blutpräparaten auszugleichen.

Drei Termine stehen zur Auswahl

Der DRK Ortsverein Lüneburg Stadt bietet deshalb kurzfristig folgende Termine an:

▶Montag, 2. August, 15 bis 19.30 Uhr Christiani Schule am Kreideberg
▶Mittwoch, 4. August, 15 bis 19.30 Uhr Glockenhaus Lüneburg
▶Donnerstag, 5. August, 10 bis 13.30 Uhr Filmpalast Lüneburg

Erfahrungsgemäß ist das Glockenhaus immer sehr stark besucht, am Kreideberg und im Filmpalast ist meist weniger Zulauf und somit unter Umständen weniger Wartezeit.

Weitere Informationen zu dem Thema unter anderem auch mit Blutspende-Terminsuche gibt es auf der Internetseite des Blutspendedienstes in Springe unter www.blutspende-leben.de

Von Antje Schäfer

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