Dienstag , 6. Dezember 2022
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Das Gewerbegebiet Moorweg in Brietlingen.
Südlich der bestehenden Halle will das Unternehmen eine zweite bauen. Dafür will der Rat den Bebauungsplan für das Gewerbegebiet Moorweg anpassen. (Foto: be)

Gartenbaubetrieb in Brietlingen benötigt mehr Platz

Der Bau einer zweiten Fahrzeughalle würde über die Grenze des aktuellen Bebauungsplanes für das Gewerbegebiet Moorweg gehen. Der Rat will den Plan anpassen, damit der Garten- und Landschaftsbauer sein Betriebsgelände erweitern kann.

Brietlingen. Platz für eine zweite Halle soll ein Garten- und Landschaftsbaubetrieb an der Bundesstraße 209 in Brietlingen erhalten. Die Voraussetzung für die Betriebserweiterung will der Gemeinderat schaffen. Der Bebauungsplan Nr. 19 „Gewerbegebiet Moorweg“ soll geändert beziehungsweise erweitert werden. Dem Aufstellungsbeschluss stimmte der Rat zu.

Gleiche Größe wie die erste Halle

Die neue Fahrzeughalle will das Unternehmen gegenüber der bestehenden in gleicher Größe errichten, im südlichen Bereich des Firmengeländes an der Bundesstraße.

Allerdings würde das Vorhaben über die jetzige Grenze des aktuell gültigen Bebauungsplanes hinaus gehen. Daher musste der Rat die Bauleitplanung anpassen. Doch nicht nur das. In der Verwaltungsvorlage von Gemeindedirektor Laars Gerstenkorn heißt es: „Ferner wäre zu begrüßen, andere Nebenanlagen durch eine Bauleitplanung abzusichern.“

Kreis moniert Länge der Einfriedung

Hintergrund ist, dass in der Baugenehmigung der bestehenden Anlagen der Firma auferlegt worden war, zur B 209 einen Wall zu errichten. „Diesen hat der Betrieb über das verlangte Maß weiter Richtung Süden entlang des Betriebsgrundstückes verlängert, was der Landkreis Lüneburg nun baurechtlich kritisiert.“

Als Puffer zum dahinterliegenden Ortsteil Moorburg sei dieser Wall sehr zu begrüßen, schreibt der Verwaltungschef. „Zudem wurde das Betriebsgelände eingefriedet, was ebenfalls baurechtlich aktuell nicht für den Umriss des gesamten Betriebsgeländes erlaubt ist.“ Dass die ganze Fläche über die festgesetzte Grenze hinaus eingefriedet worden war, sei dennoch verständlich, diene dies doch der Abgrenzung des Betriebes insgesamt, meint er.

Unternehmen bietet an, weiteren Wall zu bauen

Das Unternehmen biete darüber hinaus an, eine weitere Wallanlage an der östlichen Grundstücksgrenze zu errichten, informiert er. Diese erstrecke sich Richtung Siedlungsbebauung, was zusätzlich zu einer Abschirmung zwischen Wohnhäusern und Bundesstraße beitragen würde. Ob das die Änderung und Erweiterung der Bauleitplanung hergebe, soll im weiteren Verlauf geprüft werden.

Kein Interessent für Gewerbefläche im Norden

Nördlich des Landschafts- und Gartenbaubetriebes weist ein Schild schon seit geraumer Zeit auf eine freie Gewerbefläche hin. Doch für dieses Gelände am Moorweg unweit dem Einkaufzentrum Brietlingen hat sich bislang kein Interessent gefunden, der sich ansiedeln will. „Da passiert zurzeit nichts. Es fehlt weiterhin ein Investor“, sagt Gerstenkorn über den aktuellen Stand.

Vor einigen Jahren gab es mal das Interesse eines Discounters, dort einen Markt zu errichten. Doch daraus wurde nichts. „Das war aufgrund der Vorgaben im Raumordnungsprogramm nicht zu machen“, erinnert der Gemeindedirektor.

Von Stefan Bohlmann

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