Mittwoch , 30. November 2022
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Nils von Walcke-Schuldt
Nils von Walcke-Schuldt hat während der Aufnahmen alles im Blick. (Foto: t&w)

Sonntagsperlen: “Endlich mal wieder mit Gästen”

Die Lüneburger Unternehmen Provinzperle und Amphire produzieren seit der Corona-Pandemie digital die „Sonntagsperlen“. Vor der Extraausgabe „Wahl-Perlen“ mit der LZ am Sonntag, 8. August, blickt Marc Rath bei Antje Blumenbach und Nils von Walcke-Schuldt hinter die Kulissen.

Corona hat auch viele neue Ideen hervorgebracht. Wie kam es zu Ihrer Zusammenarbeit - und zu den Sonntagsperlen?

Antje Blumenbach: Die Sonntagsperlen gab es schon vor Corona als analoge Veranstaltung. Da wir in der Konstellation Provinzperle und Amphire bereits viele Veranstaltungen, etwa Hochzeiten, gemeinsam ausgerichtet haben, haben wir dann eine digitale Veranstaltung aus den Sonntagsperlen gemacht.

Nils von Walcke-Schuldt: Uns spielte in die Karten, dass wir zu dem Zeitpunkt sowieso schon die Online STAGE in unseren Lagerhallen als Streaming-Bühne aufgebaut hatten. Dass daraus dann ein monatlicher Stream mit lokalen Themen wurde, hat sich einfach so ergeben, weil wir bemerkten, dass es ein großes Interesse an dem Format gibt.

Was ist Ihr Ziel mit diesem Format?

Antje Blumenbach: Wir sind beides lokale Betriebe und uns liegen lokale Künstler und Unternehmen sehr am Herzen, deswegen haben wir die steigende Reichweite unseres Formates auch dafür genutzt, diese während der Pandemie zu stärken.

Nils von Walcke-Schuldt: In der Pandemie war uns auch wichtig, unsere digitale Reichweite zu erhöhen, Netzwerke zu schaffen und zu pflegen. Man kann es schon auch Marketingmaßnahme nennen. Eine Marketingmaßnahme, die uns verdammt viel Spaß macht.

Wieviele schauen sich eine Folge an – und wie würden Sie denen, die sich noch keine Folge angeschaut haben, beschreiben, was bei den Sonntagsperlen passiert?

Antje Blumenbach: Live sind es tatsächlich überschaubar über alle Formate 50 bis 300 Zuschauer. Aber im Nachgang schauen sich viele die Videos an und bei einigen Ausgaben liegt die Gesamt-Reichweite bei bis zu 40.000.

Nils von Walcke-Schuldt: Einem Sonntagsperlen-Neuling würde ich das Format als Talkshow mit lokalem Bezug und Livemusik beschreiben. Man erfährt durch die liebevoll produzierten Video-Einspieler Neuigkeiten aus der Stadt und lernt neue Menschen und deren Geschichten kennen. In den letzten Folgen gab es durch die Begleitung der Oberbürgermeisterwahl auch Futter für die Politik-Interessierten. Das Besondere an der Live-Sendung ist, dass der Zuschauer auch die Möglichkeit hat, sich zu beteiligen. So können während der Sendung Fragen per Chat an die Talkgäste gestellt werden, oder man kann den Künstlern Applaus spenden.

Was waren besondere Höhepunkte?

Antje Blumenbach: Ich durfte ja vieles ausprobieren, wie Stand up paddeln oder Bonbons machen. Ein wirkliches Highlight für mich war Schlagzeugunterricht bei Henning Thomsen und ein anschließender gemeinsamer Auftritt mit Mirko und Jonas aus dem Amphire-Team live auf der Bühne. Ich war doppelt- und dreifach aufgeregt, aber es war ein Riesenspaß! Wir haben „We will rock you“ performt.

Gab es auch etwas, was nicht so funktioniert hat wie geplant?

Nils von Walcke-Schuldt: Es gab immer mal wieder kleinere Pannen, die dem Zuschauer aber nicht weiter aufgefallen sein dürften. Man muss sich vorstellen, dass der endgültige Regieplan teilweise erst Minuten vor der Sendung fertig ist. Und selbst das bedeutet nicht, dass er auch genauso durchgezogen wird. Bei spontanen Änderungen passieren hier und da schon mal kleinere Fehler, aber ich denke, genau diese Spontanität hat auch einen gewissen Charme. Die ZuschauerInnen sehen auf jeden Fall, dass alles echt ist.

Geben Sie uns doch mal ein paar Einblicke hinter die Kulissen: Wer macht was?

Nils von Walcke-Schuldt: Wir sind meist ein Team von etwa 10 Personen pro Ausgabe. Neben der Moderation brauchen wir auf verschiedenen Posten im Hintergrund Personal. Es hängen sich alle so sehr rein, dass es jetzt nicht fair wäre, einige Namen zu nennen und andere nicht.

Antje Blumenbach: Genau. Lea, Jonas und mich sieht man, aber am liebsten würde ich mal alle anderen auf die Bühne schieben und zeigen. Es ist einfach eine super Truppe. Und wir sind noch mehr zusammengewachsen, eine richtige Sonntagsperlen-Familie geworden.

Wieviel Aufwand steckt in einer Produktion?

Nils von Walcke-Schuldt: Da die Live-Bühne mitsamt der Beleuchtungstechnik, den Kameras und den Regieplätzen bis Ende Juli wegen der ONline STAGE fest aufgebaut waren, war ein Großteil der benötigten Infrastruktur schon fertig. Es werden jedoch für jede Sendung mehrere Filme produziert, und es muss einiges umgebaut werden. Unsere Küche, in der die Live-Talks stattfinden, muss zum Beispiel jedes Mal für den Stream hergerichtet werden, die Bühne muss für die Musik-Acts vorbereitet werden, Es muss mit Gästen und Künstlern gesprochen werden, Deko-Elemente und Möbel müssen von A nach B bewegt werden, das Team muss koordiniert werden, Regiepläne und Abläufe müssen erstellt werden...Insgesamt kommt da einiges an Arbeit zusammen.

Kann man damit auch Geld verdienen?

Beide: Nein – jedenfalls nicht direkt. Die Marketing-Wirkung spüren wir teilweise schon, und das freut uns auch. Mit dem alleinigen Ziel, während der Pandemie damit Geld zu verdienen, hätten wir sicher schnell aufgegeben. Wir alle empfinden aber Geld nicht als den einzigen Lohn, den man mit Arbeit erzielen kann. Wir stellen immer wieder fest, wie sehr uns diese Aufgabe auch durch die Pandemie getragen hat.

Geht es nach den Sommerferien weiter?

Nils von Walcke-Schuldt: Ich denke, wir sind uns einig, weitermachen zu wollen. Wie genau die neuen Sonntagsperlen aussehen werden und wie oft sie stattfinden, wird sich zeigen. Optisch wird sich einiges ändern, da die Live-Auftritte nicht mehr auf unserer ONline-STAGE stattfinden werden, weil diese nach dem Stream am Sonntag vorerst abgebaut wird. Das Veranstaltungsgeschäft zieht glücklicherweise langsam wieder an, und Teile des Materials gehen wieder auf die Straße. Aber so wie ich Antje kenne, wird ihr schon was einfallen.

Was würden Sie sich für eine Ausgabe einmal als etwas ganz Besonderes wünschen?

Antje Blumenbach: Eigentlich gar nicht Spezielles. Wir durften schon so einiges ausprobieren, wie zum Beispiel mit dem Feuerwehrflugzeug über die Heide fliegen. Jede Folge war schön für uns. Ehrlicherweise freue ich mich aber sehr auf die Ausgabe am Sonntag. Die sich entspannende Corona-Situation erlaubt es uns endlich mal, mehr als eine Hand voll Gäste live dabei zu haben.

Wahl-Perlen am 8. August

Ihre Themen für die OB-Kandidaten

Am Sonntag, 8. August, gibt es eine Extraausgabe der Sonntagsperlen zur Lüneburger Oberbürgermeisterwahl. Alle acht Kandidatinnen und Kandidaten werden ab 18 Uhr live von Gastgeberin Antje Blumenbach und LZ-Chefredakteur Marc Rath befragt.

Über die Themen kann das Publikum abstimmen. Ab heute ist dafür das Mentimeter geschaltet. Einfach www.menti.com aufrufen und den Code 33810996 eingeben. Das Abstimmungsinstrument kommt auch während der Live-Sendung zum Einsatz.

Die Wahl-Perlen können live oder im Anschluss auf dem Facebook-Kanal der Landeszeitung und den YouTube-Seiten von Provinzperle oder Amphire verfolgt werden.

Mehr dazu:

Oberbürgermeister-Wahl: Alle acht am 8.8.

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