Dienstag , 6. Dezember 2022
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Auf dieser Grünfläche vor dem Freibad Hagen könnte die Kita Neu-Hagen entstehen. (Foto: be)

Geplante Kita in Neu Hagen sorgt weiter für Verdruss

Eine Kita ist an der Schützenstraße in Neu Hagen geplant. Anwohner kritisieren bereits seit der ersten Vorstellung das Projekt, weil sie befürchten, dass es Park- und Verkehrsprobleme nach sich zieht. Nun pochen sie darauf, dass endlich eine zweite Bürgerversammlung stattfindet.

Lüneburg. Knapp eineinhalb Jahre ist es her, dass der Bauausschuss den Aufstellungsbeschluss für die Kindertagesstätte Neu Hagen fasste und damit auch für die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit. Anwohner zeigten sich von Anfang an kritisch, weil sie ein Park- und Verkehrschaos fürchten. Inzwischen lag der Bebauungsplan erneut vom 31. Mai bis zum 30. Juni aus, sodass Bürger Einwände und Bedenken formulieren konnten. Was ist dabei herausgekommen und wann findet eine zweite Bürgerversammlung statt? Das möchte Sven Viehweger – einer der Anwohner – nun wissen. Die Stadt signalisiert, dass die Versammlung voraussichtlich im Herbst stattfinden soll.

Stadt will wohnortnah Kita-Plätze schaffen

Wie berichtet, braucht es laut Kita-Bedarfsplanung weitere Plätze für Kita- und Krippenkinder – und das möglichst wohnortnah. Im Vergleich aller Quartiere sei der Lüneburger Osten mit den Stadtteilen Neu Hagen und Kaltenmoor sowie der Schützenstraße der am wenigstens versorgte Bereich Lüneburgs. Nach Abwägung verschiedener Standorte fiel die Wahl der Stadtverwaltung schließlich auf die Grünfläche, die an die Parkplätze vor dem Freibad Hagen grenzt.

Keine gute Wahl, finden die Anwohner und machten das auch bei der ersten Bürgerversammlung im September 2020 deutlich. Denn das Freibad sei sehr beliebt, bei gutem Wetter sei nicht nur der Parkplatz belegt, sondern auch die Grünfläche und angrenzende öffentliche Flächen. Außerdem befürchteten sie, dass viele Eltern ihre Kinder per Auto zur Kita bringen. Die Stadtverwaltung hielt dagegen, dass die wohnortnahe Einrichtung gut zu Fuß oder per Rad erreichbar sei. Die erste Auslegung der Pläne führte bereits zu vielen Stellungnahmen der Bürger.

Pläne für Einrichtung überarbeitet

Ende Februar 2021 stellte die Verwaltung im Bauausschuss überarbeitete Pläne für die Einrichtung an der Schützenstraße vor. Das Gebäude war nun so gespiegelt worden, dass die Parkplätze zur Westseite ausgerichtet sind und die Zufahrt zur Kita dadurch verkürzt würde. Die Politik zeigte sich mehrheitlich angetan. Ende Mai gingen diese Pläne in die zweite Auslegung.

Sven Viehweger hakte in den vergangenen Monaten wiederholt nach, was denn nun mit der zweiten Bürgerversammlung sei. Immerhin habe Oberbürgermeister Ulrich Mädge diese im vergangenen Jahr bereits für Frühjahr 2021 angekündigt. Im Juni hatte Suzanne Moenck, Pressesprecherin der Stadt, bereits gegenüber der LZ erklärt, dass nach Ende der Auslegung erst einmal alle Stellungnahmen ausgewertet und abgewogen werden – wie in jedem Bauleitverfahren – und dem Bauausschuss dann für das weitere Verfahren entsprechende Vorschläge zur Abstimmung unterbreitet würden.

Viele Stellungnahmen von Bürgern

Die Auslegung endete im Juni. Lea Oltmanns, Pressesprecherin der Stadt, erläutert den aktuellen Stand: "Es hat viele umfangreiche Stellungnahmen gegeben, dementsprechend dauert die Prüfung." Außerdem müssten Fachgutachter hinzugezogen werden, auch das ziehe sich aufgrund der Urlaubszeit hin. Es sei daher davon auszugehen, dass im Herbst die zweite Bürgerversammlung stattfinden wird.

Von Antje Schäfer

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