Montag , 5. Dezember 2022
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Verleihung des Verdienstkreuz am Bande für den Lüneburger Unternehmer und Stifter Eberhard Manzke (rechts) von Lüneburgs Oberbürgermeister Ulrich Mädge. (Foto: t&w)

Verdienstkreuz am Bande: Ehrung für Eberhard Manzke

Der Lüneburger Unternehmer und Stifter Eberhard Manzke bekommt das Verdienstkreuz am Bande verliehen. Oberbürgermeister Ulrich Mädge würdigt „tollen Partner, Chef und Ratgeber“.

Lüneburg. Mehr als ein halbes Jahr lag der Verdienstorden bereits in seiner Schublade, verriet Oberbürgermeister Ulrich Mädge beim Festakt. Und er habe warten wollen, bis in Zeiten der Pandemie der passende Rahmen für die Auszeichnung eines Mannes möglich war, der nicht nur für seine besondere Tätigkeiten und Ämter, sondern auch für seine Menschlichkeit geehrt werden sollte.

Eberhard Manzke sei ein hansischer Kaufmann im besten Sinne, würdigte der Oberbürgermeister am Sonnabend bei der Verleihung des Verdienstkreuzes am Bande im Fürstensaal des Rathauses stellvertretend für den Bundespräsidenten den 74-Jährigen im Beisein von dessen Familie, seines Freundeskreises sowie zahlreicher Weggefährtinnen und Weggefährten. „Sie leben die Tugenden der Hanse - Ehre, Verbindlichkeit, Vertrauen, Integrität und Verlässlichkeit“, sagte Mädge in seiner Rede, in der er auf verschiedene Stationen Manzkes zurückblickte.

Zahlreiche Ehrenämter in Politik und Wirtschaft

„Sehr viele Menschen haben Sie als tollen Partner, Chef oder Ratgeber in Erinnerung. Das ist nach so vielen Jahren im Berufsleben eine tolle Bestätigung“, erinnerte der OB an Manzkes Engagement als Präsident von Industrie- und Handelskammer sowie Arbeitgeberverband, den Einsatz für die Weiterentwicklung des Hochschulstandortes Lüneburg, sein kommunalpolitisches Wirken und nicht zuletzt das Engagement als Gründer und langjähriger Vorsitzender der Friedensstiftung Günter Manzke.

Er lobte nicht zuletzt die „angenehme und verbindliche Art und Weise“, mit der Manzke zielorientiert nach Lösungen suche. In der Politik hänge Erfolg nicht zuletzt davon ab, selbstlos nach Kompromissen zu suche . „Ein paar Manzkes mehr würden uns da gut tun“, meinte Mädge vielsagend.

Nach Umbrüchen die Chance ergriffen

Eberhard Manzke erinnerte zunächst daran, dass er zwar 1946 in Lüneburg zur Welt gekommen ist, seine Eltern aber im gleichen Jahr erst als Kriegsflüchtlinge in der Stadt ihre neue Heimat gefunden hatten. Nach einer „unbeschwerten Kinder- und Jugendzeit“ habe er Umbrüche als Herausforderungen begriffen. Die Insolvenz des Familienunternehmens in der ersten Baukrise Mitte der 70er Jahre, der frühe Tod des Vaters, die neuen Chancen nach dem Zusammenbruch der DDR hätten ihn geprägt.

Mit seinen Ehrenämtern habe er auch etwas an die Gesellschaft zurückgeben wollen. Insbesondere durch die Kontakte über die Friedensstiftung bekomme aber auch er etwas zurück.

Blumenstrauß in den Stadtfarben für Ehefrau Uta

Uta und Eberhard Manzke bei der Verleihung des Verdienstkreuz am Bande für den Lüneburger Unternehmer und Stifter Eberhard Manzke. (Foto: t&w)

„Ich bin dadurch an Dinge herangeführt worden, die ich so nicht erlebt hätte“, bedankte sich Manzke zudem bei seiner Belegschaft, „die mir diese Freiräume gegeben hat“ und bei seiner Ehefrau Uta. Diese hatte zuvor bereits Mädge mit einem Sommerstrauß „in den Stadtfarben“ gewürdigt. Auf Partnerinnen und Partner, die trotz mancherlei persönlicher Entbehrungen ein solches Engagement aktiv unterstützen, komme es an, betonte der Oberbürgermeister.

Er habe in den vergangenen Tagen darüber nachgedacht, Ober die Auszeichnung überhaupt verdient habe, hatte Eberhard Manzke seine Rede eingeleitet. Er beantwortete sie an deren Ende typisch hanseatisch - „ein bisschen“.

Von Marc Rath

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