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Der Tunnel am Winsener Bahnhof soll möglichst kurzfristig umgestaltet werden. (foto: fw)
Der Tunnel am Winsener Bahnhof soll möglichst kurzfristig umgestaltet werden. (foto: fw)

Mehr Halteplätze, mehr Helligkeit am Bahnhof Winsen

Der Vorplatz sowie der Tunnel für Fußgänger und Radfahrer am Bahnhof Winsen sollen umgestaltet werden. Die Verkehrssituation, die vor allem zu Stoßzeiten morgens und abends schwierig ist, soll entzerrt werden. Für den Tunnel soll es aber zunächst nicht die große, stattdessen eine kleine Lösung geben.

Winsen. Das 2019 ausgeweitete Stadtbusangebot, der Amazon-Werksverkehr und die Tatsache, dass der Bahnhofsvorplatz zum neuen Dreh- und Angelpunkt für die Buslinien in Winsen geworden ist, hatten zu einer deutlichen Zunahme des Verkehrs geführt. Bereits Im Juni hatte das Büro PGT aus Hannover deshalb einen ersten Entwurf für den Umbau des Bahnhofsvorplatzes vorgelegt, der die bisherigen Schwachstellen ausräumen soll. So soll der neue Busbahnhof über mehr Halteplätze als bisher verfügen, nämlich fünf Plätze, von denen mindestens zwei für Gelenkbusse ausgelegt sind, zuzüglich eines Warteplatzes für das Elbmobil, dessen Betrieb gerade durch den Landkreis verlängert wurde.

Unter anderem ist geplant, den Amazon-Werksverkehr auf die südliche Seite des Bahnhofs zu verlegen, um den Vorplatz zu entlasten. Außerdem soll der Platz so umgebaut werden, dass an der Straße selbst keine Busse mehr halten, sondern die Halteinseln verbreitert werden und sechs Busse dort warten können. Darüber hinaus hatte man erwogen, den Bahnhofsbereich für den Durchgangsverkehr zu sperren – eine Absicht, die die Planer allerdings für schwer umsetzbar hielten.

Keine Perspektive für die große Lösung

Die Sommerpause hat das Planungsbüro nun genutzt, um die Planungen voranzutreiben und eine erste Kostenschätzung für den Umbau abzugeben. Schon jetzt liegt eine erste Kostenschätzung für die Ertüchtigung des Bahnhofstunnels vor, den Radfahrer und Fußgänger nutzen, um den Bahnhof zu passieren. Hier sorgt die eigenwillige Verkehrsführung nicht selten für Probleme.

Für eine „große Lösung“ der Probleme im Tunnel sieht die Stadtverwaltung keine kurzfristige Perspektive, die wird noch fünf bis zehn Jahre auf sich warten lassen. Kurzfristige Verbesserungsmaßnahmen will man aber so schnell wie möglich angehen. Auch hier hatte das Planungsbüro im Juni erste Varianten vorgestellt, die vorsehen, den Tunnelbereich heller und freundlicher zu machen und die Flächen für Radler und Fußgänger neu zu gestalten und deutlicher zu kennzeichnen.

190.000 Euro für den Tunnel

Aktuell stehen sowohl den Fußgängern als auch den Radfahrern jeweils ein drei Meter breiter Weg zur Verfügung, die mit einem Metallgeländer voneinander getrennt sind. Für die Radfahrer ist der Weg durch Metallnoppen noch einmal in zwei 1,50 Meter breite Richtungsstreifen unterteilt. Geplant ist nun, das ohnehin verrottete Geländer abzubauen, die Breiten der Wege für Fußgänger und Radfahrer ein wenig zu verschieben, sodass den Fußgängern 2,50 Meter Breite und den Radfahrern 3,50 Meter zur Verfügung stehen. Die Bereiche für Fußgänger und Radfahrer sollen optisch getrennt und farblich markiert werden. Die Kostenschätzung sieht für diese Maßnahmen rund 190.000 Euro vor, weit mehr als 50.000 Euro wird allein die Sanierung der Deckschicht kosten. Die Ausgaben für eine neue Beleuchtung im Tunnel sind in der Kostenschätzung bereits enthalten.

Bereits geplant ist außerdem die optische Aufwertung des Tunnels im Bahnhof zwischen den Gleisen drei und vier. Dort sollen künftig Kunstwerke die Tunnelwände schmücken.

Von Franzis Waber

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