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Das Klimacamp hinterm Rathaus geht in eine Winterpause. (Foto: A/t&w)

Klimacamp am Marienplatz macht Winterpause

Das Klimacamp auf dem Marienplatz geht am Freitag, 1. Oktober, in die Winterpause. Grund dafür seien jedoch nicht nur die sinkenden Temperaturen, betonen die Aktivistinnen und Aktivisten.

Lüneburg. Seit über 100 Tagen campen Klimaaktivisten auf dem Parkplatz hinter dem Rathaus. Ursprünglich wollten sie dort solange verweilen, bis die Stadt konkrete Pläne zur Einhaltung des 1,5-Grad-Ziels beschlossen hat. Zunächst war das Camp nur bis zum 25. August genehmigt, die Aktivisten beantragten bei der Stadt eine Verlängerung des Camps bis Dezember. Nun kündigte die Gruppe jedoch an, dass das Klimacamp am Freitag, 1. Oktober, in eine Winterpause geht, "um dann im Frühjahr mit neuer Energie weiter zu machen".  Am Mittwoch, 29. September, soll es eine Abschlussfeier auf dem Marienplatz geben.

"Das Klimacamp Lüneburg zeigt seit nunmehr über 100 Tagen, wie viel wertvoller und vielfältiger ein öffentlicher Platz in der Innenstadt genutzt werden kann, als für das Abstellen von SUVs", teilen die Aktivisten in einer Pressemitteilung mit. Das Camp zeige, dass der Marienplatz ein Begegnungsort für Menschen sein könne: "bunt, kreativ, nachhaltig und offen".

Großteil will bundesweiten Aktivismus betreiben

Die Camperinnen und Camper betonen, dass nicht nur die kalte Jahreszeit Grund für die Pause sei: "Ein großer Teil der Mitwirkenden wird ab Anfang Oktober wieder vermehrt bundesweiten Aktivismus betreiben, wozu der Ausgang der Bundestagswahl umso mehr Anlass gibt." Die Rodungssaison beginne demnächst - "das bedroht aktuelle Waldproteste gegen Autobahnen, sodass Aktivist:innen dort als Unterstützung gebraucht werden".

Am Sonntag, 6. Februar 2022, wollen sich die Aktivsten erneut treffen, um die Wiederaufnahme des Camps zu organisieren. lz