Dienstag , 6. Dezember 2022
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Der erste Aufschlag in der neuen Arena steht bevor. Karten für das Europapokalspiel der SVG Lüneburg am 10. November gibt es ab Mittwoch, 13. Oktober. (Foto: t&w)
Der erste Aufschlag in der neuen Arena steht bevor. Karten für das Europapokalspiel der SVG Lüneburg am 10. November gibt es ab Mittwoch, 13. Oktober. (Foto: t&w)

Countdown für Arena-Startschuss

Der Ticket-Verkauf für die erste Veranstaltung in der neue LKH Arena beginnt am Mittwoch, 13. Oktober. Dann gehen die Karten für das erste Volleyball-Europapokal-Spiel der SVG Lüneburg in den Vorverkauf.

Lüneburg. Nun kommt tatsächlich Leben in die Arena. Nach jahrelanger Hängepartie wird es konkret. Die SVG Lüneburg startet am Mittwoch, 13. Oktober, den Ticket-Vorverkauf für das Volleyball-Europapokalspiel gegen Serbiens Pokalsieger Ribnica Kraljevo. Spielstätte am Mittwoch, 10. November, um 19 Uhr ist die LKH Arena in Lüneburg. Die langersehnte Premiere steht damit noch vor der offiziellen Arena-Eröffnung am 14. Januar 2022 an.

"Für uns ist es wichtig, dass wir in der Arena aufschlagen können"

„Endlich“, kommentiert SVG-Geschäftsführer Andreas Bahlburg die aktuelle Entwicklung. Er ist erleichtert. „Für uns ist es wichtig, dass wir in der Arena aufschlagen können“, sagt er. Weil es die Lage auf der Noch-Baustelle hergegeben habe, sei der Ticketvorverkauf mit dem Vermarkter vorbereitet worden. „Ein Restrisiko besteht immer. Aber ich bin sicher, dass der Anpfiff zum ersten Aufschlag in der Arena am 10. November stattfindet“, meint Bahlburg.

Absage hätte lange Sperre für internationale Spiele zur Folge

Arena-Projektleiter Ronald Wittkopf erklärte am Dienstagnachmittag im Hochbauausschuss des Lüneburger Kreistages, man sehe sich auf einem guten Weg. „Aber bekanntlich steckt der Teufel im Detail, manchmal sogar im kleinsten Detail“, trat er ein wenig auf die Euphoriebremse. Bis zum 10. November müsse etwa Strom da sein. „Ob das funktioniert, sehen wir am Mittwoch“, sagte er. Auch beim Wasser, unter anderem für die Toiletten, gebe es noch offene Fragen. Aber die gute Nachricht: „Der Wasserkreislauf ist geschlossen.“

Eine Heizung beim Volleyballspiel wäre zwar gut, doch abschießend könne er nicht sagen, ob sie bis dahin funktioniere, meinte Wittkopf. „Dann muss sich das Publikum in der Arena warm klatschen.“ Weiter gehe es mit dem Bau der Außenanlagen ab kommenden Montag mit Pflasterarbeiten. Die Steine werden am Donnerstag geliefert: 350 Paletten. „Die Außenarbeiten werden jetzt nach und nach“, berichtete er.

Aus sportlicher Sicht gebe es keine Alternative für die SVG Lüneburg zum ersten Spiel in der neuen Arena, betont Andreas Bahlburg. „Es gibt für uns keine andere Halle, die den für Europapokalspiele geforderten Standard erfüllt“, erklärt er. Eine Absage des Spiels gegen Ribnica Kraljevo oder der Verzicht auf die Teilnahme an dem europäischen Wettbewerb hätte weitereichende Folge: für die SVG und die deutsche Volleyball-Bundesliga. „Wir als Verein würden für drei Jahre international gesperrt, der Bundesliga würde für die kommenden fünf Jahre ein Startplatz im Europapokal gestrichen werden.“

Zuschauerzahl begrenzt auf 1000

Nun ist Bahlburg froh, dass die Volleyballer in der neuen Spielstätte nicht mit einem Geisterspiel starten müssen. „Die Zuschauerzahl ist wegen der Corona-Auflagen beschränkt. Aber es dürfen sich zumindest 1000 Zuschauer das erste Heimspiel in der Arena ansehen und uns anfeuern. Und wir wissen ja, dass 1000 Lüneburger Krach für 3000 machen können“, freut er sich. Denn bis zu 3000 Zuschauer können es später werden, wenn die Volleyballer aufschlagen und die Auflagen eines Tages aufgehoben sind. Zunächst gelten in der Arena die 3G-Regeln passend zur jeweiligen aktuellen Verordnung.

Auch wenn die Heimauftritte der „LüneHünen“ jetzt unmittelbar bevorstehen. Einen kleinen Wermutstropfen gibt es dennoch: Zum Spiel am 3. November gegen Düren ist die neue Arena dann doch noch nicht fertig, die Volleyballer müssen zum Bundesligaspiel noch ein letztes Mal in die Gellersenhalle ausweichen. „Das wurde von der Volleyball-Bundesliga so genehmigt. 800 Zuschauer dürfen mit von der Partie sein. Hier gelten allerdings die 2G-Regeln.“

Danach hofft er, dass die SVG-Spieler schon bald in der Arena zum ersten Mal baggern und pritschen dürfen. „Eigentlich wird der erste Auftritt wie ein Auswärtsspiel sein, weil für uns alles dann noch fremd ist.“

Spiel ist eine Pre-Opening-Veranstaltung

Bevor die Spieler aufschlagen, muss die Infrastruktur in der Arena stehen. Wenn auch nicht vollständig. „Das ist bei Pre-Opening-Veranstaltungen, wie es das erste Heimspiel ist, immer so. Auch wenn wir improvisieren müssen, wird es laufen. Das ist unser Ziel“, sagt Klaus Hoppe, Geschäftsführer der Campus Management GmbH als Dienstleister der kreiseigenen Betriebsgesellschaft. „Pre-Opening“ beschreibt die Phase der Nutzung eines Gebäudes vor Fertigstellung für den Zweck nach der Fertigstellung.

In den vergangenen 20 Tagen hätte sich in vielen gemeinsamen Gesprächen ein guter Geist entwickelt, in dessen Folge ein Konzept für Pre-Opening-Veranstaltungen auf der Baustelle erarbeitet werden konnte, heißt es dann auch in einer Pressemitteilung der Campus Management GmbH vom Dienstag. „Mit viel Verantwortungsbewusstsein haben alle an diesem Prozess Beteiligten vom Fachplaner über den Projektsteuerer, den Landkreis, die Betriebsgesellschaft sowie die beteiligten Fachbehörden ein Konzept diskutiert, welches nun beantragt werden konnte.“

Campus-Team legt 24 Stunden vorher los

Klaus Hoppe sagt, maximal 24 Stunden vor dem Anpfiff der Partie werde das Campus-Team in der Arena loslegen. „Das ist für uns normales Geschäft“, meint er und ergänzt: „Ich bin überzeugt, dass bis dahin auch alle nötigen Genehmigungen vorliegen werden.“

Online sind Tickets sind unter www.svg-lueneburg.de ab 12:00 Uhr erhältlich.

Von Stefan Bohlmann

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