Donnerstag , 21. Oktober 2021
Mülltonen in direkter Nacbarschaft zur Synagogen-Gedenkstätte
Mülltonen in direkter Nacbarschaft zur Synagogen-Gedenkstätte - dieser Anblick hatte immer wieder für Unmut und Empörung gesorgt. Nun wurde eine Lösung gefunden, die Mülltonnen stehen auf einem angrenzenden Grundstück der Stadt. (Foto: t&w)

Mülltonnen neben der Synagogen-Gedenkstätte sind entfernt worden

Für viele Bürger war es "pietätlos", ein Schande: Mülltonnen direkt neben der Synagogen-Gedenkstätte in Lüneburg. Nun sind die Mülltonnen auch mit Hilfe eines Lüneburger Investors verschwunden.

Lüneburg. Immer wieder hatte Besucher ihren Unmut und ihre Empörung darüber geäußert, dass direkt neben einer Gedenkstätte eine Mülltonnen-Anlage steht. Nun, knapp drei Jahre nach der Einweihung der neugestalteten Synagogen-Gedenkstätte Am Schifferwall, sind die Tonnen endlich entfernt. "Wir sind froh und sehr dankbar darüber, dass es nun geklappt hat", sagt Hans-Wilfried Haase. Der Vorsitzende der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Lüneburg e.V. bedankte sich nicht nur bei der Stadt. Denn sie hatte einen Teil des Grundstücks hinter der Gedenkstätte zur Verfügung gestellt. Hier, hinter einer Hecke und neben einem Stromverteilerkasten, haben die Mülltonnen un einen Platz gefunden, der niemanden mehr stört. Haase bedankte sich auch bei dem Lüneburger Investor Henning J. Claassen. Er hatte damals nicht nur einen Teil der Kosten für die neue Gedenkstätte getragen, sondern nun auch die Kosten der Umsetzung der Mülltonnenanlage. Nun, sind sich Haase und Claassen einig, störe nichts mehr den Anblick der Gedenkstätte.

Die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit hatte damals den Anstoß für die Errichtung der Gedenkstätte gegeben. Durch das gemeinsame Engagement der Stadt, vieler Institutionen und Spender wurde dieser Ort der Erinnerung möglich. Er wurde am 9. November 2018 im Beisein von Nachkommen jüdischer Familien aus Lüneburg eingeweiht. In Anlehnung an den Grundriss der Synagoge gestaltete der Architekt Carl-Peter von Mansberg einen Raum, in dessen Mitte die Stele ihren Platz gefunden hat. An den Innenwänden erinnern Gedenktafeln an die Lüneburger Opfer des Holocaust und an die jüdischen Familien der Stadt. lz

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