Donnerstag , 21. Oktober 2021
Schusswaffe
Bei der Inspektion einer abgegebenen alten Schusswaffe löste ein Mitarbeiter der Waffenbehörde versehentlich einen Schuss aus. (Symbolfoto: Archiv)

Vorfall in der Waffenbehörde: Schusswaffe löst bei Kontrolle aus

Es hätte viel schlimmer enden können: Bei der Inspektion einer abgegebenen alten Schusswaffe löste ein Mitarbeiter der Waffenbehörde versehentlich einen Schuss aus. Es wurde niemand verletzt.

Lüneburg. Ein lauter Knall schreckte am Dienstag Nachmittag gegen 15.30 Uhr Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sowie Besucherinnen und Besucher der Lüneburger Kreisverwaltung auf: Bei der Inspektion einer abgegebenen alten Schusswaffe löste ein Mitarbeiter der Waffenbehörde versehentlich einen Schuss aus. Dabei flog das Projektil durch eine Leichtbauwand des Gebäudes und schlug durch eine Fensterscheibe im ersten Stock des Nachbargebäudes Am Springintgut ein. Verletzt wurde durch die Kugel niemand, es entstand ein Sachschaden in Höhe von mehreren hundert Euro. Das teilt der Landkreis Lüneburg in einer Pressemitteilung mit.

Die stark verrostete Vorderladerwaffe war zuvor von Polizeibeamten der Inspektion Lüneburg mit weiterem Waffenmaterial bei der Unteren Waffenbehörde abgeliefert worden, um sie ordnungsgemäß aus dem Verkehr zu ziehen. Da wesentliche Teile fehlten, wurde die Pistole von den waffenkundigen Beteiligten zunächst als funktionsuntüchtig eingestuft. Bei der weiteren Inaugenscheinnahme löste sich dann der Schuss. Der Mitarbeiter des Landkreises erlitt dabei ein Knalltrauma.

„So etwas darf nicht passieren, das ist keine Frage“, sagt Landrat Jens Böther. „Um ähnliche Vorfälle in Zukunft zu verhindern, überprüfen wir den Vorgang jetzt genau und sind schon in Gesprächen mit allen beteiligten Behörden.“ Auch die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen. Bereits jetzt gibt es beim Landkreis Dienstanweisungen und Sicherheitsvorkehrungen, um Unfälle mit Schusswaffen in der Waffenbehörde zu verhindern. „Wenn nötig, werden wir hier nachsteuern“, so der Landrat. lz

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