Donnerstag , 20. Januar 2022
Anzeige

Schwangere in Lüneburg erstochen

Eine schwangere Frau ist in einem Mehrfamilienhauses in Lüneburg erstochen worden. Die Polizei ermittelt im persönlichen Umfeld des 36 Jahre alten Opfers. 

Lüneburg. Bluttat in Lüneburg: Eine schwangere Frau ist am Freitag in ihrer Wohnung erstochen worden. Der Lebensgefährte hatte die 36 Jahre alte Frau tot aufgefunden. "Wir gehen von einem Beziehungsdelikt aus", sagte Kai Richter. Die Ermittlungen konzentrieren sich auf das soziale Umfeld der Frau, mindestens zwei Personen seien festgenommen worden, bestätigte der Sprecher der Lüneburger Polizei.

Klar ist bisher nur, dass der Lebensgefährte der 36-Jährigen – beide sind tunesische Staatsbürger – gegen 11.30 Uhr in die Wohnung in einem Mehrfamilienhaus im Norden der Stadt zurückgekehrt war. Er fand die schwangere Frau leblos auf, soll laut geschrien und dann die Nachbarn verständigt haben, die dann umgehend die Polizei alarmierten.

Die Beamten rückten mit einem größeren Aufgebot samt Spurensicherungs-Team an. Der Tatort wurde umgehend weiträumig abgeriegelt. Nach derzeitigen Ermittlungen erlitt die schwangere Lüneburgerin in den Morgenstunden Stichverletzungen in der Wohnung und erlag dort ihren schweren Verletzungen. Das vermeintliche Tatwerkzeug, ein Messer, konnte in der Wohnung sichergestellt werden.

Bis zum Abend wurde nach Spuren nicht nur in der Wohnung gesucht. Viele Nachbarn sowie weitere Personen aus dem Umfeld der Frau wurden befragt. "Die weiteren Ermittlungen zu dem Tötungsdelikt und dessen möglichen Hintergründen dauern an", sagte Richter.

Zu den weiteren Hintergründen hält sich die Polizei bedeckt. Richter betonte aber erneut, dass die Ermittler von einem sogenannten "Beziehungsdelikt", also einer spezifischen Täter-Opfer-Beziehung im persönlichen Umfeld, ausgehen. Ob gegen die beiden festgenommenen Tatverdächtigen Haftbefehle erwirkt werden, müsse aber erst noch geprüft werden. lz